Sonntag, 3. Januar 2016

Das Wichtelwunder geht weiter....

Was ist hier nur los? Es ist Januar, aber von Schnee und Eis - keine Spur. Mal verhüllt der Nebel die Welt, mal strahlt einer blauer Himmel auf uns herab, aber richtiges Winterwetter ist nicht in Sicht. 
Also muss ich mich wohl doch selber auf den Weg machen und den Schneewichtel wecken gehen...
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Ich wandere durch den Wichtelwald, halte die Augen offen und hoffe irgendwo den Eingang in seine Höhle zu finden. Erschöpft lasse ich mich nach stundenlanger Suche auf einen umgestürzten Baum sinken. Und dann müssen mir irgendwie die Augen zugefallen sein...
denn plötzlich...
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.... stehe ich in einer eisigen, weißen Höhle...


Schneeflöckchen flirren in der Luft, der Atem kommt in kleinen weißen Wölkchen aus meinem Mund. Und da, vor mir, bei einem weißen Stein, da steht er, 
der Schneewichtel!
Ich beuge mich hinunter, ich flüstere: "Guten Tag, lieber Schneewichtel, könntest du bitte, bitte dafür sorgen, dass es auf der Erde anfängt zu schneien. Schau, all die Kinder, die Schlitten und  Skier bekommen haben, die warten doch so sehr... und der Erde täte es auch gut, wenn du ihr ein weißes Kleid überlegen würdest!"


Er lächelt, etwas verschlafen, und schnipst mit Daumen und Zeigefinger und schon liegt sie da, eine feine, große, glitzernde Schneeflocke!


Er lächelt stolz. Ich hauche in meine kalten Hände. 
"Ich kann dir auch noch einen Eiskristall zaubern!"
verspricht er. 
Dann zerreibt er etwas Schnee zwischen seinen kleinen Händen....
öffnet sie und voller Staunen sehe ich eine kleinen Kristallkugel!


"Die darfst du dir mitnehmen. Das ist ein Wunschkristall! Häng ihn an dein Fenster, wenn die Sonne hindurch scheint dann wird er dir lauter fröhliche Farben schenken! Und du darfst ihm deine heimlichen Wünsche anvertrauen!"
Behutsam nehme ich den Kristall in die Hände. Ich staune, denn die kleine Kostbarkeit schmilzt nicht...


"Wirst du es bald schneien lassen auf der Welt?" frage ich den Schneewichtel.
"Ja, bald, bald..." nickt er. "Ich muss nur noch die Schneewolken rufen. Und mich auf eine Tasse Eistee mit Frau Holle verabreden. Mach dir mal keine Sorgen!"

Zum Abschied winkt er mit seiner kleinen Hand.
Ich drehe mich noch einmal um.
"Danke, lieber Schneewichtel!" flüstere ich,
"danke für alles!" und halte meinen Wunschkristall fest in der Hand.

Dann wache ich auf. Die Dämmerung kriecht in den Wichtelwald. Mich fröstelt.
"Ich muss wohl kurz eingenickt sein auf dem Baumstamm", denke ich. "und dann habe ich wohl geträumt..." Da spüre ich etwas in meiner Hand. Ich öffne sie, da liegt die Gabe des kleinen Schneewichtels, mein Wunschkristall....

"Was für eine schöne Neujahrsgabe!" denke ich.
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Ihr Lieben, ich wünsche Euch allen ein wunderbares, gutes neues Jahr!
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Geschichten aus dem Wichtelwald soll es in diesem Jahr einmal im Monat geben.
ich bin schon gespannt, wen ich im Februar treffe, ihr auch?
Wer ähnliche Wichtelmänner stricken möchte, findet alles dazu hier,
wer lieber einen "adoptieren" möchte, schreibt mir eine Email.
In kleiner Auflage kann ich sie ab und an auch auf Reisen schicken. 

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habt es recht fein,

verlinkt mit Creadienstag

Montag, 7. Dezember 2015

Wichtelwunder...

Wichtelmännchen im Haus 
hilft gern dem Nikolaus,
in allen Ecken 
will's was verstecken...

klipper-di-klapp,

treppauf und treppab.

Nüsse und Mandelkern

speist's für sein Leben gern
und auch der Weihnachstbrei
ist ihm nicht einerlei.
Hörst du sein Glöckchen, ja?
- dann war er da!




Der kleine Weihnachtswichtel, selbst gestrickt nach Art der "Waldorfzwerge"
ist schon weiter gereist... über die Berge... zu zwei netten Kindern....
der nächste ist schon, klipperdiklapper, im Anmarsch... ; )

ich wünsch Euch eine feine Adventswoche!

(Wichtelverslein: von mir )
wird gezeigt beim Creadienstag

Sonntag, 19. Juli 2015

Schiff ahoi...

ach, der gute alte Schulatlas musste herhalten - 
klein gefaltet und verpackt...


ausgepackt und zurecht geschoben:


aufgefädelt auf Nylonschnur und nach jedem Boot mit einer kleinen "Stopper-perle" versehen.
(Die ist jetzt unsichtbar, innen in der Spitze des Bootes verborgen und sorgt dafür, dass nicht alle Boote , schwups, übereinander rutschen, sondern hübsch Abstand halten.)


am Schluss noch eine dicke blaue Glasperle als Gewicht -
voilá: fertig ist die 
"Urlaubs-Stimmung-ich-freu-mich-es-ist-Sommer-Kette"

eine hängt an unserm Fenster
und zwei dürfen frisch verpackt nachher sogar noch auf Reisen gehen.

Ich wünsch euch allen eine frische Briese!
Habt es recht schön!

der Beitrag geht auch zum Creadienstag, schön, mal wieder dabei zu sein!


Montag, 16. März 2015

Blue Bird of Happiness

Blaue Vögel gelten, so klärt mich Wikipedi auf, in vielen Kulturen seit grauer Vorzeit als Glücksbringer. Mh, welche blaugefiederten Vögel gibt es eigentlich bei uns? 
Da fällt mir auf die Schnelle die Blaumeise ein. Aber ja, auch der Eichelhäher hat etwas blau in seinem Gefieder. Wie habe ich mich als Kind gefreut, wenn ich so eine blau -weiß gestreifte kleine Feder im Wald gefunden habe, ein echter Schatz war das. Ich freu mich immer noch, wenn ich eine entdecke! Der Eisvogel hingegen, den man leider sehr selten sehen kann, beeindruckt durch ein üppigeres eisigblaues Federkleid, dem er seinen Namen zu verdanken hat. Der Kleiber, der kopfüber - kopfunter die Bäume beklettert, hat einen blaugrauen Rücken .... also, es gibt sie auch bei uns, die "blue birds of happiness".

Meinen "Blue Bird of Happiness" habe ich bei Ravelry gefunden. Und weil er so nett aussah und ich noch ein fizelkleines Restchen Sockenwolle übrig hatte musste ich das kleine Dingerchen gleich nachstricken:


Ein klein bisschen kniffelig ist es schon, aber es macht Spaß und nach ein paar Vögelchen läuft das auch schon fast wie von alleine...


es gibt auch "green -red birds of happiness" - jedenfalls bei mir.
Mit Verlaufsgarn ergeben sich immer neue Züchtungen....
Ein Tipp: weil man beim Stricken so wenig Maschen auf der Nadel hat, sind die kurzen Handschuh-stricknadeln ideal, die nehme ich auch sonst gern fürs Armstulpen- oder Sockenstricken.
In weiß oder pastellfarben sehen die Vögelchen bestimmt auch sehr fein aus.
Genau das richtige für eine winzigkleine Zwischendurch - Strickerei, für ein Mitbringsel, ein Überraschungsvögelchen eben. Für ein kleines bisschen Glücklichsein für zwischendurch.

Wer Spaß dran hat, die Anleitung gibt es hier:
- mein Beitrag zum Creadienstag
und das muss ich allen begeisterten Strickerinnen einfach weitergeben:

ich wünsch euch eine schöne Frühlingszeit,



Samstag, 13. Dezember 2014

wolliges - Stulpen hat man nie genug....

In den letzten Wochen habe ich vor allem Socken gestrickt, für mich, für meinen Sohn...
dafür nehme ich gern Farbverlauf-Garne, das macht mir einfach mehr Spaß und ist nicht so langweilig. Für komplizierte Muster fehlt mir bislang der Ehrgeiz. Sockenstricken soll vor allem schnell gehen, denn die fertigen Werke verschwinden dann ja doch meistens unter der Hose und in den Schuhen... Für die "diesjährigen" Socken habe ich ein paar Knäule aus der Serie Strata Color von Schachmayr erwischt, alle mit sehr langem Rapport und schönen Verläufen.

Die Bilder der Sockenparade erspar ich euch, es sind eben Socken.
Aber was macht ihr eigentlich so mit den Wollresten, die beim Sockenstricken anfallen?
Hier liegt schon eine ganze Weile die Anleitung für ein paar herrliche Strickstulpen, Pulswärmer. Sie hören auf den schönen Namen "Kunigunde", das klingt nach Ritterfräulein, oder?

Dafür habe ich jetzt mal die Wollreste einer Sockenarbeit genommen und genau 33 g für beide Stulpen verbraucht. Warum nehme ich Sockenwolle für Armstulpen? Ganz einfach, die kann ich problemlos in die Waschmaschine stecken. 
Sie sind ziemlich warm, also genau richtig für den heran nahenden Winter.
Weil der Rapport bei dieser Sockenwolle sehr lang ist, habe ich nicht abgewickelt um den genau gleichen Ansatz für die zweite Stulpe zu haben. Darum sind sie etwas unterschiedlich. Was soll's.

Hier kommt meine Version der Kunigunde. Ich habe 2 klitzekleine Änderungen vorgenommen, aber im Grunde ist alles wie in der Anleitung gestrickt worden. Ich habe nur auf den Anfang des Originals verzichtet und die letzte Zunahme bei den Spicken, und hab mit einer gehäkelten Mäusezähnchen Reihe abgeschlossen, im Original ist der Zähnchenabschluss gestrickt.


Es ist ja so nett - wenn ich mal wieder Stulpen auf den Nadeln habe, kommt prompt der verwunderte Kommentar meines Mannes: "... aber du hast doch schon Stulpen!"  
ja, natürlich, aber, gell, Stulpen hat frau nie genug.

Danke "Spinnig Martha" für die schöne Anleitung und die ihr   hier  finden könnt.


Das nächste Mal zeig ich euch eine andre kleine Strickerei, bei der sich die Reste vom Sockenstricken gut machen....

habt einen feines 3. Adventswochenende!!!


Sonntag, 2. November 2014

Sámi-Armbänder... dieses mal perlt es

Ich muss euch doch schnell die Neuesten kleinen Werke zeigen...


Bernsteinfarbenes Leder, passende Svarowski-Kristall-Perlen und Silberkugeln...
mit seiner Breite von 18mm ein feines Etwas,
ebenso Ton in Ton in Rosé:


Zartes Rosé und Silberkugel - 9mm breit


Und dann noch eines ohne Perlen, dafür mit einer Ledereinflechtung, 
denimfarben, 9mm breit


Diese und mehr gibt es HIER, auf meinem Blog für meine Sámiarmbänder.

Ich wünsch Euch eine wunderschöne Woche, hoffentlich bleibt uns der goldene Herbst noch etwas erhalten, es tut soooo gut noch etwas Sonne zu tanken bevor die dunklere Zeit kommt!



Montag, 27. Oktober 2014

MONTAGsGRUSS

Knooking auf Schwäbisch

Gerade eben im Handarbeitsgeschäft in der kleinen Stadt....
Ich muss dringend noch ein paar Farben Nähgarn einkaufen, also gehe ich nach der Arbeit los, in das Handarbeitsgeschäft meines Vertrauens. Es ist eine Art Gemischtwarenhandel, dort werden Unterwäsche, Dessous, Kinderschlafanzüge, Sockenwolle, Stricknadeln und Kurzwaren angeboten. 

Während ich eben vor der Farbpalette mit den Nähgarnen stehe, werde ich Zuhörerin einer kleinen schwäbischen Episode, die ich Euch unmöglich vorenthalten kann. Wenn Ihr Euch schon mal gefragt habt, woher die Kabarettisten ihre Geschichten haben - nun ich würde sagen, die gehen einfach einkaufen. 

 Vorhang auf:

Zwei Damen, geschätzte Mitte 50 die eine, geschätzte Ende 70 die andre, betreten den Laden und die Jüngere von beiden sucht bei den angebotenen Strick- und Häkelnadeln herum.

Die Jüngere: "Weischt Muder, da gibts so a nuje Häkeltechnik. Da hat ma so e lange Häkelnoadel mit em Fade hinde dran."
Die Ältere - aha,  die "Muder" - schaut fragend. Nein kennt sie nicht. Da bedarf es doch der Aufklärung. Kommt prompt:
"Knokking (Gesprochen: K-N-O-K-K-I-N-G) hoist des, Muder. Knokking, verschtoscht, so wie Knokki!"

Aha, wie diese kleinen leckeren Kartoffelteig Dinger, Gnocchi, beim Italiener, mit Käsesauce, denke ich, ist ja interessant! Kartoffelteig - Häkeltechnik! Nicht schlecht. Was das wohl ist? 

Dann wendet sich die Jüngere an den Ladenbesitzer, ob er die "Nodle" da hätte. Nein, hat er nicht, kommen aber wieder rein. Und damit auch jeder merkt das wir in Schwaben sind, kommt nun noch die obligatorische Frage:
"Ond, koschte die mehr wie 4 Eyro" 
Man will  ja nicht übermütig erscheinen. Wo man doch noch gar nicht weiß, ob das mit dem Kartoffelhäkeln am Ende auch was ist. Wie war das noch, die Schwaben sind die Schotten Deutschlands?  3,95 raunen sich die Menschen im Marketing zu, das ist für die Schwäbinnen die Schallgrenze, wenn es um Kleinkruscht geht. Unbekannten Kleinkruscht. Alles was man als VK , also Endpreis, höher kalkuliert, wird es schwer haben am Markt akzeptiert zu werden. 3,95 - nur nicht diese Schmerzgrenze überschreiten!
Ach ja, und das mit dem Unterschied von als und wie, naja, das ist in der schwäbischen Grammatik irgendwie so gar nicht vorgesehen....Schwamm drüber.

Zuhause angekommen befrage ich das Internet. Ich weiß ja schließlich auch nicht alles. Gnocchi-Häkeln? Gibt es das wirklich? Haben die Italiener was Neues erfunden? Nö, natürlich nicht, also doch nach "Knooking" suchen. Und siehe da: mir wird erklärt, "Knooking ist ein Mix aus Hooking - steht für Häkeln und Knitting - steht für Stricken."
Vorsicht: im letzten Satz sind drei englische Wörter versteckt! Und keine Kartoffeln, schade eigentlich. Und auf Neu-deutsch wäre es wohl Hicken - klingt nicht gut. Sträkeln - auch nicht besser. 

Oooooh. Diese Englischen Begriffe! Der Händler spricht es selber wie "Knocking" aus, also klopfen. 
"Knocking on heavens door", kommt mir in den Sinn. Häkeln bis der Arzt kommt....
Aber nein, es heißt ja Knooking, von Hooking, da bin ich jetzt ganz schnell bei Käptn Hook, diesem Bösewicht und Gegenspieler von Peter Pan. Der hat doch auch so eine Häkelnadel als Handersatz. Oder sowas ähnliches. So schließt sich endlich der Häkelkreis und die ganze Sache bekommt ihren Sinn!

Wäre nur noch zu sagen, das mir diese kleine Schmunzelepisode entgangen wäre, wenn ich mein Nähgarn im Internet bestellt hätte. Eindeutig ein Plädoyer für den Einzelhandel, da erlebt man noch was. 

Euch allen viel Spaß in dieser Woche, beim Hooking, beim Knitting, beim Knooking, Stitching, Scrap Booking, Cooking, Painting, Living....