Samstag, 13. Dezember 2014

wolliges - Stulpen hat man nie genug....

In den letzten Wochen habe ich vor allem Socken gestrickt, für mich, für meinen Sohn...
dafür nehme ich gern Farbverlauf-Garne, das macht mir einfach mehr Spaß und ist nicht so langweilig. Für komplizierte Muster fehlt mir bislang der Ehrgeiz. Sockenstricken soll vor allem schnell gehen, denn die fertigen Werke verschwinden dann ja doch meistens unter der Hose und in den Schuhen... Für die "diesjährigen" Socken habe ich ein paar Knäule aus der Serie Strata Color von Schachmayr erwischt, alle mit sehr langem Rapport und schönen Verläufen.

Die Bilder der Sockenparade erspar ich euch, es sind eben Socken.
Aber was macht ihr eigentlich so mit den Wollresten, die beim Sockenstricken anfallen?
Hier liegt schon eine ganze Weile die Anleitung für ein paar herrliche Strickstulpen, Pulswärmer. Sie hören auf den schönen Namen "Kunigunde", das klingt nach Ritterfräulein, oder?

Dafür habe ich jetzt mal die Wollreste einer Sockenarbeit genommen und genau 33 g für beide Stulpen verbraucht. Warum nehme ich Sockenwolle für Armstulpen? Ganz einfach, die kann ich problemlos in die Waschmaschine stecken. 
Sie sind ziemlich warm, also genau richtig für den heran nahenden Winter.
Weil der Rapport bei dieser Sockenwolle sehr lang ist, habe ich nicht abgewickelt um den genau gleichen Ansatz für die zweite Stulpe zu haben. Darum sind sie etwas unterschiedlich. Was soll's.

Hier kommt meine Version der Kunigunde. Ich habe 2 klitzekleine Änderungen vorgenommen, aber im Grunde ist alles wie in der Anleitung gestrickt worden. Ich habe nur auf den Anfang des Originals verzichtet und die letzte Zunahme bei den Spicken, und hab mit einer gehäkelten Mäusezähnchen Reihe abgeschlossen, im Original ist der Zähnchenabschluss gestrickt.


Es ist ja so nett - wenn ich mal wieder Stulpen auf den Nadeln habe, kommt prompt der verwunderte Kommentar meines Mannes: "... aber du hast doch schon Stulpen!"  
ja, natürlich, aber, gell, Stulpen hat frau nie genug.

Danke "Spinnig Martha" für die schöne Anleitung und die ihr   hier  finden könnt.


Das nächste Mal zeig ich euch eine andre kleine Strickerei, bei der sich die Reste vom Sockenstricken gut machen....

habt einen feines 3. Adventswochenende!!!


Sonntag, 2. November 2014

Sámi-Armbänder... dieses mal perlt es

Ich muss euch doch schnell die Neuesten kleinen Werke zeigen...


Bernsteinfarbenes Leder, passende Svarowski-Kristall-Perlen und Silberkugeln...
mit seiner Breite von 18mm ein feines Etwas,
ebenso Ton in Ton in Rosé:


Zartes Rosé und Silberkugel - 9mm breit


Und dann noch eines ohne Perlen, dafür mit einer Ledereinflechtung, 
denimfarben, 9mm breit


Diese und mehr gibt es HIER, auf meinem Blog für meine Sámiarmbänder.

Ich wünsch Euch eine wunderschöne Woche, hoffentlich bleibt uns der goldene Herbst noch etwas erhalten, es tut soooo gut noch etwas Sonne zu tanken bevor die dunklere Zeit kommt!



Montag, 27. Oktober 2014

MONTAGsGRUSS

Knooking auf Schwäbisch

Gerade eben im Handarbeitsgeschäft in der kleinen Stadt....
Ich muss dringend noch ein paar Farben Nähgarn einkaufen, also gehe ich nach der Arbeit los, in das Handarbeitsgeschäft meines Vertrauens. Es ist eine Art Gemischtwarenhandel, dort werden Unterwäsche, Dessous, Kinderschlafanzüge, Sockenwolle, Stricknadeln und Kurzwaren angeboten. 

Während ich eben vor der Farbpalette mit den Nähgarnen stehe, werde ich Zuhörerin einer kleinen schwäbischen Episode, die ich Euch unmöglich vorenthalten kann. Wenn Ihr Euch schon mal gefragt habt, woher die Kabarettisten ihre Geschichten haben - nun ich würde sagen, die gehen einfach einkaufen. 

 Vorhang auf:

Zwei Damen, geschätzte Mitte 50 die eine, geschätzte Ende 70 die andre, betreten den Laden und die Jüngere von beiden sucht bei den angebotenen Strick- und Häkelnadeln herum.

Die Jüngere: "Weischt Muder, da gibts so a nuje Häkeltechnik. Da hat ma so e lange Häkelnoadel mit em Fade hinde dran."
Die Ältere - aha,  die "Muder" - schaut fragend. Nein kennt sie nicht. Da bedarf es doch der Aufklärung. Kommt prompt:
"Knokking (Gesprochen: K-N-O-K-K-I-N-G) hoist des, Muder. Knokking, verschtoscht, so wie Knokki!"

Aha, wie diese kleinen leckeren Kartoffelteig Dinger, Gnocchi, beim Italiener, mit Käsesauce, denke ich, ist ja interessant! Kartoffelteig - Häkeltechnik! Nicht schlecht. Was das wohl ist? 

Dann wendet sich die Jüngere an den Ladenbesitzer, ob er die "Nodle" da hätte. Nein, hat er nicht, kommen aber wieder rein. Und damit auch jeder merkt das wir in Schwaben sind, kommt nun noch die obligatorische Frage:
"Ond, koschte die mehr wie 4 Eyro" 
Man will  ja nicht übermütig erscheinen. Wo man doch noch gar nicht weiß, ob das mit dem Kartoffelhäkeln am Ende auch was ist. Wie war das noch, die Schwaben sind die Schotten Deutschlands?  3,95 raunen sich die Menschen im Marketing zu, das ist für die Schwäbinnen die Schallgrenze, wenn es um Kleinkruscht geht. Unbekannten Kleinkruscht. Alles was man als VK , also Endpreis, höher kalkuliert, wird es schwer haben am Markt akzeptiert zu werden. 3,95 - nur nicht diese Schmerzgrenze überschreiten!
Ach ja, und das mit dem Unterschied von als und wie, naja, das ist in der schwäbischen Grammatik irgendwie so gar nicht vorgesehen....Schwamm drüber.

Zuhause angekommen befrage ich das Internet. Ich weiß ja schließlich auch nicht alles. Gnocchi-Häkeln? Gibt es das wirklich? Haben die Italiener was Neues erfunden? Nö, natürlich nicht, also doch nach "Knooking" suchen. Und siehe da: mir wird erklärt, "Knooking ist ein Mix aus Hooking - steht für Häkeln und Knitting - steht für Stricken."
Vorsicht: im letzten Satz sind drei englische Wörter versteckt! Und keine Kartoffeln, schade eigentlich. Und auf Neu-deutsch wäre es wohl Hicken - klingt nicht gut. Sträkeln - auch nicht besser. 

Oooooh. Diese Englischen Begriffe! Der Händler spricht es selber wie "Knocking" aus, also klopfen. 
"Knocking on heavens door", kommt mir in den Sinn. Häkeln bis der Arzt kommt....
Aber nein, es heißt ja Knooking, von Hooking, da bin ich jetzt ganz schnell bei Käptn Hook, diesem Bösewicht und Gegenspieler von Peter Pan. Der hat doch auch so eine Häkelnadel als Handersatz. Oder sowas ähnliches. So schließt sich endlich der Häkelkreis und die ganze Sache bekommt ihren Sinn!

Wäre nur noch zu sagen, das mir diese kleine Schmunzelepisode entgangen wäre, wenn ich mein Nähgarn im Internet bestellt hätte. Eindeutig ein Plädoyer für den Einzelhandel, da erlebt man noch was. 

Euch allen viel Spaß in dieser Woche, beim Hooking, beim Knitting, beim Knooking, Stitching, Scrap Booking, Cooking, Painting, Living....



Donnerstag, 25. September 2014

Umbrisch-provencealischer Markt

am letzten Wochenende war es wieder soweit:
Tübingen lud zum umbrisch - provencealischen Markt ein.

In der Innenstadt erwartete die Besucher eine Vielfalt an Ständen, Kunsthandwerk, traditionelles, kulinarische, weinseliges... ein Augen und Gaumenschmaus - ja, Tübingen weiß zu feiern! einen kleinen floraler Eindruck hab ich euch mitgebracht:


Herbstlicher Reigen...


 Wohnzimmer im Grünen...


Hauswurz in  Form gebracht...


Dann grummelte es, es wurde dunkel, und die dicken Wolken, die sich schon eine Weile das muntere Markttreiben von oben angesehen hatten, entluden sich buchstäblich unwetterartig.
"Alles rennet, rettet, flüchtet..." 


Aber kaum war das vorüber, kamen alle wieder hervor...
und ein Sekt kann, wie ihr seht, im Sonnenschein auch sehr Stil-voll genossen werden, wenn Mama einen schicken Getränkehalter am Kinderwagen hat.... ok, der "Schoppi" (sagt man im schwäbischen) für den Junior war auch dabei... für jeden etwas eben.


Und zu guter Letzt noch zwei neue Armbänder, diesmal im dreifach Geflecht.
Mehr dazu auf meinem Sami - Armbänder - blog bei
danke fürs Vorbeischauen!

habt es richtig fein, ihr Lieben!



Donnerstag, 18. September 2014

Kreativer Nachwuchs...

"Ich zeig dir mal was richtig Gutes", sagte der Sohn neulich zu mir. Richtig gut, das war das Foto auf seinem Handy. Es zeigte eine Umhängetasche, die aus zwei Langspielplatten und einem dazwischen genähten Stoffstreifen bestand. Stimmt, sah richtig gut aus!
"Wie macht man so was?", war dann die Frage. 
Natürlich hab ich gern dem interessierten Sohn in groben Zügen erklärt, wie man so was macht.

Zeit verging, da klingelt mein Handy. 
Handy und ich waren gerade in Schweden, der große Sohn ( fast 17) ist nicht mitgefahren. 
"Also, diese Tasche aus den Schallplatten.... ich will die für C. machen...."
(C Punkt ist eine sehr, sehr sympathische Sie, ich kann gut verstehen, warum C Punkt eine solche Tasche bekommen sollte!) 
Es folgte: Mutter - Sohn - Fernkurs per Handy 

Wieder zu Hause brachte er mir die angefangene Tasche und ich muss sagen: Spitze!
In die Schallplatten waren Löcher mit einer heißen Nadel gestochen worden,
ein schickes Stück Wachstuch war im wahrsten Sinne des Worte fachmännisch dazwischen genäht.


Gemeinsam beschlossen wir, das die Tasche noch ein Futter brauchte, 
eine abgelegte Jeans wurde dem Upcyling zugeführt.
Nun aber war Muttern gefragt, der Tasche noch einen kleinen, letzten Schliff zu verpassen.

C  Punkt hat sich, gelinde gesagt riesig gefreut, 
jedenfalls bekam ich postwendend eine SMS von meinem Sohn, dass das Werk gut ankam...
Und ich bin irre stolz auf meinen Sohn, der sich bislang eher beim Theaterspielen, aber nicht unbedingt als begnadeter Handwerker hervorgetan hatte. Es ist doch schön, neue Seiten an vertrauten Menschen zu entdecken!


PS:
Irgendwie hat mich die ganze Geschichte dann an eine Episode erinnert, die sich eine Generation vorher ereignet hat. Mein älterer Bruder kannte eine sehr nette J Punkt, die unbedingt eine schicke Ledertasche bekommen sollte. Mit dem Leder und diversen Utensilien rückte er dann bei meiner Mutter an... was tut so eine Mutter nicht alles, wenn die XY Punkt ihres Sohnes eine nette Sie ist....
gestern hat meine Mutter am Telefon gelacht und gesagt, 3 Ledernähnadeln für die Nähmaschine hätte sie bei der Aktion damals geschrottet.... Na, da bin ich doch noch gut davon gekommen....

Entschuldigt die schlechte Fotoqulaität, das musste dann am Ende sehr schnell gehen.

wird gezeigt bei KOPFKINO

Danke für Eure lieben Kommentare zu meinen Armbändern! Bald gibt es wieder neue Bilder...

habt es fein,  

und ein ganz besonders lieber Gruss geht heute an C Punkt!

Sonntag, 14. September 2014

SÁMI-HANDWERK

Ein Urlaubsmitbringsel ganz eigener Art ist ein neues Handwerk, dass ich erlernt habe:

Tenntrådsbroderi  - Zinndrahtstickerei

Diese sehr alte Handwerkskunst kommt aus Sápmi (Lappland) dem Norden Skandinaviens, der Heimat das Sami. Zinn, mit einem Anteil von 4% Silber, wird um einen Kunstfaserfaden gewickelt, das sieht dann beinahe so aus wie eine Gitarrensaite. 


Dieser Zinndraht wird geflochten und das Geflecht auf einen Streifen Rentierleder genäht. Als Verschluss für das Armband dient ein geschnitzter Knopf aus Rentiergeweih. 
Mich fasziniert an diesen Armbändern, dass sie einerseits so schlicht und andererseits so besonders sind. Sie passen zu sportlichem Outfit ebenso wie zu romantischem Stil. Das Leder gibt es in vielen Farben. Mein Material beziehe ich aus Nordschweden.


Willst du mehr über die Armbänder wissen? Meine Armbänder haben einen eigenen Blog bekommen, da kannst du sie ansehen. 
Gern nähe ich dir dein ganz persönliches Sámi - Armband!

Herzlich,


Freitag, 29. August 2014

Zurück-Kommer



 Nun gehöre ich auch wieder zu den Zurück-Kommern...
Wie beinahe jedes Jahr fahren wir im Sommer nach Schweden, tauchen ein in Landschaft, Leute und Sprache. Und haben es jedes Jahr aufs Neue schwer, wieder aufzutauchen. Uns muss man schon fast wieder auf die Fähre prügeln. Ein sehnsuchtsvoller Blick zurück, wunderbare Eindrücke im Gepäck und den glasklaren Vorsatz: nächstes fahren wir wieder hin!

Die erste Reise-Etappe führte uns nach Lysekil, einer kleinen Stadt an der Küste, etwas nördlich von Göteborg. In diesen Tagen wurde dort ein Women World Cup im Segeln ausgetragen. Alles konnte direkt von der Kaimauer aus mitverfolgt werden. Spannend, sag ich euch. Auch wenn ich eine alte Landratte bin, es hat mich fasziniert!





seht ihr die jubelnde Gewinnerinnen-Frauenschaft. 


Für heute grüß ich euch mit diesem schönen Leuchtturm von Lysekil.
Ach ja, eine Frage stelle ich mir wohl jedes Jahr:
was nehme ich mit aus den Ferien?
Also, klar, meine kleinen Loppisfynder (Flohmarktschätze), aber was nehme ich im Herzen mit?
Ich möchte mir diese stillen Zeiten bewahren, wenigstens ein paar davon. Und den All-Tag weniger vollpacken.
Was nehmt ihr mit?