Sonntag, 13. April 2014

Notwendigkeiten





ich mach heut blau,
flüsterte das zarte, weiche Strickgarn....


ich weiss....
seufzte die Traubenhyazinthe....


Strickgarnkauf ist nicht unbedingt ein Frage der Notwendigkeit,
eher seltener sogar.

Es ist aber, wie der Kauf von Blumen, 
Nahrung für die Seele.
Jetzt, da ich den Strang auf der Haspel habe und zu einem Knäul wickle,
freue ich mich darauf, das Tuch, dass ich daraus stricken werde, 
im Sommer zu tragen,
und viele vorfreudige Bilder steigen auf.

Darum liebe ich es, Wolle zu kaufen,
zu stricken,
das Gestrick zu tragen...
weil es mehr ist, als einen neuen Schal oder eine neue Jacke zu kaufen,
- versteht ihr das?

*

Beim "Fotoshooting" dabei waren:
Mohair/Seidengarn von Zitron, Filisilk, ein 100g Strang - ein Tuch,
bin drüber gestolpert beim Stadtbummel in Tübingen,
schnell angestrickt, bevor die Mermaid wieder weiter wachsen will... supersoft!
Weiße "Baurebüble" auf dem Markt erstanden, 
die bring ich der lieben Kollegin, weil sie letztens sagte, sie hätte keine gefunden...
Kleine Kompottschale von "Gustavsberg" Schweden, herrlich altes Geschirr,
(ähem, das bleibt hier, nur die Blumen wandern weiter.)

*

Habt einen schönen Start in die Woche!!!


Dienstag, 8. April 2014

apple blossom - mein Schultertuch

Vor einiger Zeit fragte ich meine, ebenfalls strickende, Freundin Rosalie:
"Kennst du eine Anleitung für ein einfaches, sich beinahe von selber strickendes Schultertuch?"


Ich hatte mir von meiner Islandreise gefühlt einen halben Koffer voller Islandwolle mitgebracht.
Unter anderem auch diese Farbe, rosa-weiß meliert,
beim Fotoshooting hat es so gut zu dem alten Apfelbaum gepasst...
jetzt hat das Tuch auch endlich einen Namen!


 Ich wollte also mein Plötulopi - Garn  verstricken. 
Es ist ein ungezwirntes und nur ganz leicht gesponnenes Garn, 
aus dem ich bereits eine Strickjacke genadelt hatte.
Das Garn hat es in sich, man muss vorsichtig stricken, sonst reißt der Faden, aber man kann ihn auch ganz problemlos einfach wieder aufnehmen, ansetzten und für 3 Maschen doppelt nehmen und weitergeht es...


Mir schwebte ein etwas "rustikales" Tuch vor.
Ein bisschen wie aus der Zeit, als Frauen über ihre Kleider anstelle einer Strickjacke schnell ein Tuch warfen,
über der Brust verkreuzt, am Rücken gebunden, wenn sie die Hände frei haben wollten.


Ein Tuch für alle Fälle,
für laue Sommerabende,
ein Riesenschal im Winter,
ein ich-kuschle-mich-hinein - Tuch...


"Mach doch ein Mara-Tuch!"
hat mir Rosalie geraten.
Und wirklich, es ging flott von der Hand!
Das Tuch wird von oben, von der Mitte her angefangen, 
es wächst und wächst und ich musste nur aufpassen, am Ende noch genug Wolle für den Rüschenvolant übrig zu behalten.


Jetzt trage ich es schon eine Weile.
Es ist wunderbar leicht, gerade 200g wiegt es.
Kuschelig, behaglich. Ja, Islandwolle ist nicht mit Alpaka zu vergleichen, 
aber das wusste ich ja. Aber das bisschen kratzig kann ich gut vertragen.

Es hat sich in den ersten Wochen etwas gedehnt, gut so.
Jetzt reicht es von der Schulter bis zum Po...
Mittlere Länge 75cm
"Flügelspannweite" 210 cm


Die Anleitung für das Maratuch habe ich HIER gefunden.
Plötulopi Garn bekommt man zum Beispiel HIER

Macht es euch auch so fröhlich, etwas mit den eigenen Händen zu werkeln?

das Apfelblüten-Schultertuch zeige ich am Creadienstag und am Donnerstag beim RUMS

*
Danke für die netten Worte zu meiner Mermaid und zu meinem Handtascheninnenleben... 
Das mit dem Handtaschenorganizer ist eine sehr gute Idee!!!!
*
fröhliche Frühlingsgrüße, schickt euch


Montag, 7. April 2014

Interventur

meine handtasche


die taschentücher
meine fahrzeugpapiere
mein geldbeutel

mein kalender
mein schreibmäppchen
mein lippenstift

einer dame
schaut man nicht 
in die handtasche

der schlüsselbund
und die minitaschenlampe
am karabiner aufgehängt.

eine haarbürste
die bonbondose
gegen den hustenreiz

eine handtasche
ist eine Welt für sich
meine ist leicht chaotisch

wenn ich mich 
auch noch so bemühe
nach kurzer zeit herrscht

kleines chaos

also, sagt der sohn
schimpf nicht
über meine schultasche.


doch

*

eine "Interventur" hat mein Sohn gelernt, ist so etwas wie eine Inventur bei sich selber, in Prosa.
Ich finde das ganz reizvoll, die alltäglichen Dinge so aufzuzählen, das setzt sie in einen neuen Sinnzusammenhang. Als würde ich aus diesen Objekten eine Collage erstellen. Eine Wortcollage.


Mittwoch, 2. April 2014

Falling in love with a mermaid

Es gibt Objekte der Begierde,
um die schleiche ich eine ganze Weile herum,
ich bin tapfer und kaufe sie mir nicht, weil zu Hause ja durchaus noch diverse Wollvoräte auf das Verarbeiten warten...

Dann, irgendwann ist es soweit: 
nennen wir es mal "schwach werden",
oder übermütig,
alle Bedenken werden zur Seite gewischt und es wird doch bestellt!

Voilá da ist sie:
die Mermaid von Hanne Falkenberg!
mein heutiger Beitrag für RUMS


Ja, zugegeben, noch ist die Schönheit nicht zu erkennen,
denn man bekommt ja "nur" die Materialpackung samt Anleitung und einem Foto...
zum Leben erwecken muss man die Dame dann schon selber!


Feines Shetlandgarn, Nadelstärke 3, nix für Feiglinge also.
Gestrickt wird beinahe nur kraus rechts,
einfach - aber langwierig.


Die Strickrichtung ist quer, d. h. man fängt bei einer der Seitenteile in der Mitte vorne an und strickt immer vom Kragen/Schulter bis zum Saum unten und zwar die ganze Jacke (ohne Ärmel) in einem Stück.
Die Keile hier in Türkis, entstehen durch verkürzte Reihen.


Nach drei Wochen, in denen ich buchstäblich in jeder freien Minute an den Nadeln hing,
bin ich mit dem Hauptteil fast fertig! 
(Hätte ich nicht 2 x ein Stückchen aufribbeln müssen, wäre ich schon fertig, naja, so lernt man...)


Die Wolle soll nach der ersten behutsamen Handwäsche noch weicher werden, heißt es.


Bald kann ich die Ärmel anfangen, Jubel!

Wenn die Jacke fertig ist, gibt es hier eine kleine "Rezension", 
 ich hoffe in spätestens 2 Wochen wird das sein...
Ich habe keine Geduld für  monatelange Projekte, das muss jetzt einfach flott über die Bühne gehen!

- und nun wisst ihr, was mich die vergangenen Wochen sogar vom Bloggen abgehalten hat!

habt es ganz fein, ihr Lieben!



Sonntag, 30. März 2014

Frühlingszauber





Jedes Jahr wieder
dieses Wunder, 
wenn das Leben neu erwacht.
Wenn an tot geglaubten Zweigen
die Knospen aufgehen,
wenn die ersten hungrigen Bienen summen,
und die Vögel wieder zwitschern..



Wir stehen 
das erste Mal in dieser Saison 
 Schlange an der Eisdiele -
und mir wird zu warm in der Jacke.

In den Straßencafés bekommst du
kaum noch einen freien Platz,
ach, ist das herrlich, 
wenn alle den Frühling genießen!



 Mit dem Strickzeug auf den Balkon umziehen,
Nachbars Kinder streiten sich um den Platz auf der Schaukel
während ihr Papa den Grill anwirft - 
die Freiluft-Jahreszeit hat begonnen!!!


Geklaute Stunde hin oder her,
Heute war ein guter Einstand in die "Sommerzeit"

*
Euch allen wünsch ich ein fröhliches Frühlingsaufblühen!!!

und demnächst zeig ich mal,
was mich die letzenden Wochen vom bloggen abgehalten hat...
Jule total verstrickt....

PS: die heutigen Fotos hat übrigens mein Mann gemacht.... ; ) 


Donnerstag, 13. Februar 2014

EISIG...


... ist das Wunschthema bei Luzia P. heute.
Kann sie gerne haben.
Ein willkommener Anlass für mich, euch wieder ein paar Bilder aus Island zu zeigen.
Staunen.
Das war einer der häufigsten Gefühlsregungen auf dieser Reise.
Demütiges Staunen über diese Schönheit der Natur.

Die Gletscherlagune: 
Ein Gletscher schiebt seine Zunge bis an das Meerwasser und kalbt riesige Eisberge, eine Wassergeburt. Leise kracht es in der Ferne, wenn sich die Eisstücke lösen. Langsam schaukeln sie hinaus in das kalte Meer. Schmelzen, tanzen und werden eins mit dem salzigen Wasser. Manche stranden noch für eine Weile am schwarzen Lavastein - Strand, bevor sie dort schmelzen oder mit der nächsten Welle wieder hinaus getragen werden.
Eisskulpturen, aus Schnee, der durch die Kraft der Jahrhunderte zusammengepresste und durch die Sonne des Augenblicks geformt wurden.
Vergänglichkeit.

Ein Fest für alle, die gern fotografieren.

Eisige Bilderflut:
aufgenommen im August 2012

auch ganz interessant: die Gletscherlagune (bei wikipedia)








Dieses Land nicht nicht lieblich wie die Toskana,
nicht grün wie die Tropen und niemals so warm,
aber es ist immer

atemberaubend.

und eines Tages fliege ich dort wieder hin...

Montag, 10. Februar 2014

kleines Weidenkind...

Ein kleiner Frühlingsbote kam ins Haus:


Susanne mit ihrem schönen Blumenkinderblog hatte eine Verlosung gestartet - und ich hatte Glück...
nun steht das liebe kleine Kerlchen hier auf dem Tisch und hält tapfer seinen Weidenkätzchenzweig fest im Arm. 




"Pusekätzchen"haben wir als Kinder gesagt und diese katzenfellweichen Dingerchen liebe ich heute noch sehr. Sie sind die erste Nahrung der Bienen nach einem langen Winter.
Die Blumenkinder und andere Winzlingwesen von Susanne sind herzige und liebevoll gearbeitete kleine Kunstwerke! 

Im Hintergrund seht ihr ein Motiv von Elsa Beskow. Ein Weidenkind, das noch eingehüllt dem Frühling entgegen schlummert...


Weidengesang:

"Schlaf, du kleines Weidenkind,
denn noch ist es Winter.
Und noch schlafen Birke und Heide,
Rose und Hyazinthe.
Ja, noch ist der Frühling weit,
bis die Eberesche blüht,
schlafe kleines Weidenkind,
denn noch ist es Winter...."

(frei übersetzter Text aus dem schwedischen, die kleine Strophe, "Videvisan",die auf der Karte steht)

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche,
habt es fein,