Freitag, 31. März 2017

Erinnerungen an Island

Bei meiner Islandreise 2012 hatte ich mir den halben Koffer voller Wollvorräte mitgebracht, von denen ich lange gezehrt habe. Nicht immer hatte ich Zeit, nicht immer hatte ich Lust, aber nach und nach habe ich sie doch verstrickt. Beinahe verstrickt, sollte ich sagen! Da lagen nun noch ein paar dieser Plötulopi - Platten in der  Vorratskiste, ein jeansblau-Ton. Plötulopi ist ein sogenanntes Vorgarn, es ist eigentlich gar nicht versponnen. Dadurch ist es sehr fragil in der Verarbeitung, es reißt schnell beim Stricken und es braucht etwas Übung es zu verarbeiten. Weil man die abgerissenen Enden aber ganz einfach übereinander legen und weiter stricken kann, ist es nicht wirklich dramatisch, wenn mal ein Faden abreißt.


Der Vorteil dieses Garnes: das fertige Kleidungsstück ist sehr leicht und hält trotzdem schön warm. nicht zu viel, nicht zu wenig, genau richtig. 
ok, Islandwolle muss man lieben, denn für zarte Gemüter ist sie etwas kratzig.


Ich wollte einen Kurzponcho, der mit den Rücken wärmt, an den Händen Bewegungsfreiheit zulässt und den ich ggf. auch im Haus gerne mal schnell überwerfe.
Genau so ist er geworden!
Island meets Irland: die Wolle ist aus Island, der kleine herzige Keramik-Knopf ist ein Mitbringsel meiner Irlandreise in 2015.
Als Strickmuster lag diese Anleitung zugrunden: klick hier!
die ich aber sehr vereinfacht habe. Verbrauch: 300g Plötulopi. 
Bekommt man das Garn auch in Deutschland? Aber ja doch, schau einfach mal hier!
Die Inhaberin ist eine passionierte Strickerin, die gern mit Rat und Tat zur Seite steht. Ausserdem hat sie eine Facebookseite ins Leben gerufen, die sich zu einer wirklich netten Islandwolle - Strickerinnen - Community entwickelt hat: hier! Dort zeigen Strickerinnen ihre fertigen Werke, inspirieren sich auf diese Weise gegenseitig und wer Rat sucht ist hier genau richtig, denn es gibt viele versierte Strickerinnen die gerne weiterhelfen.

So, jetzt schlüpf ich in meinen neuen Lieblings - Poncho...
Er ist perfekt für den Frühling  und sein Blau erinnert mich an die Traubenhyazinthen, die hier jetzt überall aus der Erde schauen!

habt ein feines Frühlingswochenende,


Dienstag, 14. März 2017

Neue Herausforderungen


Ihr Lieben,

es war recht ruhig hier, in den letzten Monaten,
das hatte zwei Gründe. Zum einen bin ich von Süd- nach Norddeutschland umgezogen, was dann alles in allem doch eine recht aufregende Sache war. Nun wohne ich zusammen mit meinem Mann so richtig auf dem Lande ... Zum andren habe ich Anfang des Jahres noch einmal meinen Traum vom Puppenhandwerk mit Homepage und Verkauf gestartet, was nicht minder aufregend ist. Ich werde hier auch immer wieder einige meine Puppenbilder und Impressionen aus der Puppenwerkstatt zeigen - und ich freue mich natürlich sehr, wenn du mich auch auf meiner neuen Puppenseite besuchen kommst! Es ist noch einiges im Aufbau, aber es wird...
hier findest du uns:





wir freuen uns, dich dort wieder zu sehen! 


Freitag, 6. Januar 2017

Winterreigen

Wenn der eisige Winterwind über die Felder weht,
 dann versammeln sich die Winterwichtel in ihrer schützenden Höhle.
Im glitzernden Schein der Kristalle wiegen sie sich im Reigen und singen ihre Winterlieder.


 Sie entzünden ein kleines wärmendes Feuer
und umtanzen es mit ihren Wintertänzen.
Weißt du warum sie es tun?


Sie tanzen die Schneeflocken in die Winterwolken hinein. Für jeden Schritt den ihre winzigen kleinen Füße trippeln, für jedes leise "Tipp-Tapp", schlüpft eine weiße Flocke in die Winterwolke hinein. Eine, noch eine, dann noch eine, unzählig viele sind es!



Und auch die Flocken in den Wolken beginnen zu tanzen...
erst langsam, dann immer schneller und schneller.


Bis es bei all dem wilden Gewirbel in der Wolke zu eng wird. Dann wird es der Wolke zu viel und sie  sagt: "Ihr Schneeflöckchen, tanzt euren fröhlichen Flockentanz bis hinunter auf die Erde..." 


Manchmal hüpft dann ein Winterwichtel mit hinunter....



vielleicht hast du Glück und entdeckst einen?

*

habt es fein winterlich!!!
*
Zwergenreigen in vielen verschiedenen Farben kann ich auf Wunsch sehr gern für euch anfertigen, 
einfach eine Email an mich schicken... 


Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachtskinder...

Weihnachtskinder, Wickelkinder ...


in kleinen Körbchen ...



in vielen Farben ....





*
Ich wünsche Euch ein gutes, 
ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest,


Dienstag, 6. Dezember 2016

Sankt Nikolaus in Not


Wohl kaum eine andre Zeit im Jahr ist so eng mit Erinnerungen an die Kindheit verbunden, wie die Adventszeit. Vielleicht noch die Zeit der Sommerferien, aber ausserdem? 
Ich erinnere mich genau daran, wie ich den Zeitpunkt herbei gesehnt habe, an dem meine Mutter endlich, endlich die "Weihnachtskiste" hervorgeholt hatte. Ein großer, starker, alter Pappkarton, in dem alle die Schätze aufbewahrt wurden, mit denen wir in jedem Jahr unser Zuhause adventlich schmückten. Die Adventskalender, die Transparente zum Aufstellen, die kleinen Figuren, die Strohsterne und Transparentsterne, ja, auch der Weihnachtsbaumschmuck wurde in der großen Weihnachtskiste, die ja eigentlich ein Weihnachtskarton war, verwahrt. So viele Monate hatten alle die feinen Dinge geruht, nun war es Zeit den Nussknacker wieder zu wecken und mit ihm alle seine Freunde! 


Ganz, ganz unbedingt gehört zu meinen Adventszeit-Erinnerungen aber gewiß Eines: 
Zwei Kerzen brennen am Adventskranz, es gibt heißen Kakao mit Schlagsahne, wir Kinder haben kalte Wangen, weil wir draußen gespielt hatten. Und meine Mutter liest die Geschichte von 
"Sankt Nikolaus in Not" von Felix Timmermans vor. Ich sehe sie vor mir, das kleine Insel-Büchlein in den Händen, wir schlürfen den heißen Kakao und knabbern erste Weihnachtsplätzchen.


Die Geschichte von dem kleinen, armen Mädchen Cäcilie, dass sich nichts sehnlicher wünschte als das große Schokoladenschiff aus dem Süßigkeitenladen, dem "Verzuckerten Nasenflügel" der alten Trinchen Mutser, von dem Dichter Remoldus Keersmaeckers, und natürlich von Sankt Nikolaus persönlich, der sich in der Nikolausnacht auf den Weg macht um in Holland alle Kinder zu bescheren. Denn in Holland bekommen die Kinder ihre "Weihnachts-Geschenke" vom heiligen Nikolaus und aus Holland stammt diese schöne Erzählung. 

Eine wunderbare, eine herzerwärmende Geschichte ist es, in der geschildert wird, wie durch das verschneite, nächtliche Städtchen der Heilige und sein Helfer, der Ruprecht stiefeln, nachdem sie mit ihrem Eselchen auf einem Mondstrahl zur Erde hinunter geglitten sind.

Am Ende wird natürlich alles gut, wie sollte es auch anders sein, wenn der große Freund der Kinder mit im Spiel ist.


Und auch dieses Jahre werde ich wieder mein Buch heraus holen, ich habe mir vor vielen Jahren eine schöne Nachdruckausgabe vom Stalling Verlag gekauft, mit herrlich nostalgischen Bildern illustriert. Und ich werde die Kerzen am kleine Adventskranz anzünden, einen heißen Kakao mit Schlagsahne auf den Tisch stellen und die ersten Weihnachtsplätzchen rausholen...

Wenn ihr neugierig geworden seid und Lust bekommen habt diese Geschichte selber einmal zu lesen, habe ich sie euch hier verlinkt, es gibt sie aber auch immer noch in Buchform :



Ich wünsche euch allen einen schönen Nikolaustag! 

*


Sonntag, 4. Dezember 2016

Am 4. Dezember ist Barbara - Tag

Im kalten Winter, wenn wir noch in die dunkle Zeit hineingehen, ist der Barbaratag. 
Wenn Frost und Kälte die Welt da draußen bei uns im Griff haben, wenn alle Bäume kahl, die Blumenbeete abgeräumt sind oder nur noch Verdorrtes tragen, dann setzt dieser Tag ein Hoffnungszeichen. 
Der Legende nach war Barbara die Tochter eines reichen und angesehenen Mannes. Als er eine weite Reise machen musste, ließ er seine Tochter in einen Turm sperren um sie vor Einflüssen von Aussen zu bewahren. Als er zurück kommt muss er jedoch feststellen, dass sein Plan nicht aufgegangen ist. Barbara hatte während seiner Reise den christlichen Glauben angenommen, darauf stand in ihrem Land zu dieser Zeit die Todesstrafe. Der entsetzte Vater schleppt seine Tochter vor den Richter und Barbara wird verurteilt. Auf dem Weg in ihre Haft soll sie sich noch einen winterlichen Kirschzweig abgebrochen  und ihn mit in ihren Kerker genommen haben. Dort trieb er Blüten, ein Zeichen der Hoffnung, dass der äußerlich sichtbare Tod nicht das letzte ist und das Leben am Ende siegen wird. 
Daran erinnert der schöne Brauch, am Gedenktag der hl. Barbara, dem 4.12. , in den Garten zu gehen und Zweige von Obstbäumen, vornehmlich der Kirsche, zu schneiden. In der warmen Stube können die Knospen bis zur Weihnachtszeit erblühen. 



Ich wünsche euch einen schönen, 2. Advent
und allen Barbaras einen wunderschönen Namenstag!

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Mittwoch, 30. November 2016

Still ist es hier gewesen, zu still.... und die Wichtel haben sich auch nicht blicken lassen. Es gab so viel andres im Leben, das mich fröhlich auf Trab gehalten hat, aber nun bin ich "wieder da"!

Und ich hab euch zum "Hallo sagen" einen Wichtel mitgebracht. Es ist der Tannenwichtel, der unter den grünen weichen Nadelzweigen eines kleinen Männchens lebt. Er sorgt für das kleine Bäumchen, damit es auch gut wachsen und gedeihen kann. Beinahe hätte ich ihn übersehen, so tannengrün wie seine Kleidung ist. 


Er hat eine ganze Weile mit mir geplaudert, bevor ich weiterziehen musste...
Am liebsten sitzt er unbeobachtet auf seinem Ausguckplatz. Doch wenn ein Mensch kommt, ist er, husch, husch, wieder unten im Moos verschwunden.


Ob er wohl Ausschau hält nach dem Nikolaus? 

Ich wünsche euch einen schönen Advent,
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Jule
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