Jule macht was...




Dienstag, 18. Juni 2013

Sommerspaziergang

Die Sonne scheint und ich muss einfach hinaus in die Wiesen!


wie das Rot da leuchtet...


eine Flitter-Flatter-rote Blume!


Aber innen drin, ich schau genau hin, da ist sie ganz schwarz.


In mein Körbchen kann ich alles sammeln, was ich finde.
kleine weiße Blumen, die am Wiesenrand wachsen und Schneckenhäuser!


Wie schön ist es, im Gras zu liegen und den Wolken zuzusehen.


überall wachsen Blumen, 
die gelben Butterblume mag ich besonders gern!


Ich liiiiebe den Sommer!
Mohnblumenzeit im Kitzelgras...


Das ist meine Käthe, ich bin ihr heimlich mit dem Fotoapparat auf ihrem Sommerspaziergang gefolgt.
Nach vielen Jahren ohne Puppennähen hat es mich wieder gepackt. Jetzt hat Käthe schon zwei Schwestern und einen  fast fertigen Bruder. Die dürfen hier auch bald mal vorbei schauen.
Sie sind alle im Stil der "Waldorfpuppen" genäht, d.h. aus Puppentrikot, gestopft mit reiner Schafwolle.
Ich nähe nach selbstentworfenen Schnitten sowohl die Puppen, als auch die Kleidung.
der Vollständigkeit halber: Bild 1 und 2 hat mein Mann geschossen.


Käthe und Jule wünschen euch eine schöne Woche!
mehr kreatives am Dienstag wird hier gesammelt.


Montag, 10. Juni 2013

MONTAGsGRUSS

Bretter die die Welt bedeuten...

Hinter uns liegt eine aufregende Woche.
Mit uns meine ich vor allem meinen Sohn, dann mich und auch meinen Mann. (der hatte bei der Premiere den Auftrag zu fotografieren, es war eine gute Ausbeute: etwa 300 Bildern, Szenen, Schnappschüsse in der Pause....)
Der Sohn spielt in der Theater - AG seiner Schule. Dieses Jahr stand "Anatevka" auf dem Programm.
Ich liebe dieses Musical. Es war da erste Musical, dass ich gesehen habe, als Teenie. Damals, ein Gastspiel in meiner Heimatstadt, etwa so vor 30 Jahren. Später habe ich mehrmals die Verfilmung gesehen. Als ich dann vor den Pfingstferien gehört habe, dass der Lehrer-Elternchor der Schule die Lieder des Musicals bei der Aufführung singen wird, bin ich ganz kurzfristig sozusagen auf den fahrenden Zug aufgesprungen und hab mitgesungen, herrlich.
Das Schulorchester und die Big - Band der Schule haben die Musik dazu gespielt, insgesamt waren rund 120! Mitwirkende beteiligt, als das Stück am vergangenen Wochenende als Open-Air-Veranstaltung zwei mal über die Bühne ging.


 Natürlich verliefen die ersten gemeinsamen Proben Anfang der Woche noch gelinde gesagt katastrophal... kein Wunder: das erste Mal mit Headset sprechen (Schauspieler) das erste Mal zusammen mit dem Orchester singen (der Chor) ... ein zerbrochener Contrabassbogen ..... uiuiui, das ware eine heftige Nervenprobe für die verantwortlichen Lehrer!
Aber alle haben ihr Bestes gegeben und schließlich waren wir und das Publikum ganz beglückt.


Ich bin einfach nur von ganzem Herzen dankbar dafür, dass so etwas sein darf: eine Möglichkeit der Lebens - Schule für alle, Junge, Mittelalte und Alte. Alle haben Alles, wirklich alles gegeben, damit es gemeinsam etwas ganz Großes wurde, ohne dass es dafür das Druckmittel der Benotung brauchte. Keine Konkurrenz, denn jeder spürt: nur gemeinsam erreichen wir das Ziel. Klassenübergreifender Zusammenhalt bei den Jugendlichen, ein wunderschönes Zusammenspiel!
Schade, dass Lernen nicht viel häufiger so sein kann. Natürlich gab es Durststrecken auf dem langen Weg bis zum Ziel. Mal Gemecker, mal null-bock, Texte büffeln, aber auch immer wieder Motivation, Spielfreude, ein gutes Wir-Gefühl. Aber mal ehrlich: an die versiebte Franz-Arbeit aus Klasse 9 wird sich nie wieder einer erinnern, aber an den ganzen Prozess und die Aufführungen dieses Stückes erinnern wir uns ein Leben lang!
Ich bin den Lehrern unendlich dankbar, die diese Vision hatten und sie Stück für Stück umgesetzt haben. Die in den Pfingstferien die Schüler motivieren konnten, sich mit ihnen noch mal zum Proben zu treffen, die viel Zeit und Kraft hinein investiert haben, trotz Abi - Klausuren korrigieren und mehr.
Ich bin dankbar dafür, dass ich ein Teil dieser Geschichte sein durfte. Und ich habe wieder einmal gemerkt: Singen macht glücklich!
Und auch dafür, dass das Wetter so gut war, als wir gespielt haben, bin ich sehr dankbar!

Ich wünsch euch eine gute Woche,
eure JULE
*





Montag, 3. Juni 2013

MONTAGsGRUSS - nachdenklich

Eigentlich...
... wollte ich heute anfangen, euch von meinen schönen Ferien auf Bornholm zu berichten.
Aber das kann warten.
Als ich heute morgen in mein Emailfach mit den Blog-emails geschaut habe, hat mich eine Nachricht von einer andren Bloggerin erreicht, die mich einfach nur tief traurig macht.
Tinki ist überraschend gestorben, ihre Schwester hat die Leserinnen von Tinkis Blog per Kommentar benachrichtigt, einige haben bereits dazu einen Post geschrieben.


Tinkis kreativen Blog habe ich seit dem Frühjahr gelesen und war immer wieder überrascht, was sie alles ausprobiert. Manches hatte ich auch schon in der "Mache" gehabt und konnte sie gut verstehen. Ihre Berichte strahlen so viel Lebensfreude, Kreativität und Neugier aus, es pulsiert einfach.
Wir haben uns leider nie gesehen, nie miteinander telefoniert. Aber sie gehört zu den Frauen, die ich unheimlich gern mal "so in Echt" getroffen hätte. Nun geht das nicht mehr.

Zuletzt hatte ich ihr von einer (weiteren) alten Nähmaschine erzählt, die ich entdeckt habe. "und dann erzählst du mir, ob du sie ans Laufen gebracht hast!" hat sie zurück gemailt. Das war Mitte Mai. Auf meiner Heimfahrt habe ich an sie gedacht und mich auf weiteres "Gemaile" gefreut. Nichts schien selbstverständlicher als das zu sein.

Wenn ein Mensch nicht mehr da ist, dann ist es, als hätte der Fluss plötzlich kein Ufer mehr, zu dem man hinüber sehen und rufen kann.

Auf Bornholm steht neben der Kirche von Allinge diese Skulptur, sie heißt "Metamorphose" von Arne Ranslet, es zeigt die Verwandlung des Menschen in einen Engel. Leben ist Wandel, immer.

Ich weiß nicht, was ihr Spiritualität bedeutet hat, was sie unter "Gott" verstanden hat. Aber es ist meine Art, ihr adieu zu sagen:


"geh mit Gott, liebe Tinki!"

"Erst wenn der Webstuhl schweigt,
die Schiffchen nicht mehr rennen,
wird Gott das Muster offenbaren und den Grund uns nennen,
warum die dunklen Fäden in des Webers flinker Hand
so wichtig sind wie Gold und Silber im Muster, das er plant."
(aus : Maire Brennan, mein irisches Leben)

*
JULE
*

Dienstag, 14. Mai 2013

Hexenküche - Schönfärberei

Unlängst hatte mich wieder einmal die Lust gepackt, meine Wolle selber zu färben.
Nachdem ich gesehen hatte, dass es sogar bei Wolle mit einem Synthetikanteil funktioniert, hab ich mir 4 Knäule wollweiße Sockenwolle gekauft. Die Farben der Firma Ashford hatte ich noch reichlich,
die stammen aus meiner aktiveren Filzen und Spinn -Zeit, die Wolle hab ich "damals" gern selber eingefärbt.


Für einen ersten Versuch habe ich einen ausrangierten Kochtopf genommen,
die Wolle zu einem Strang gewickelt,
locker abgebunden und in den Kochtopf gelegt. Dort musste sich die weiße Wolle erstmal mit Wasser vollsaugen. Derweil habe ich nebenher die Farben angemixt. 
Ich war wieder einmal überrascht, wie intensiv die Farbpigmente sind.
Schließlich habe ich die Farben einfach beherzt über die Wolle gegossen, dh. an eine Stelle dunkle-lila, an eine andre Stelle eher lila-pink... dann nur noch kräftig mit Gummihandschuh-Händen die Farben in die Wolle hineingeknetet, damit sie auch wirklich überall aufgesaugt wird.
Dann durfte das ganze ca. 30 Minuten köcheln.
Die Wolle saugt die Farbe komplett auf, am Ende konnte ich klares Wasser weg gießen. 
das Resultat:


Eine schöne Lila-Grau-Mischung


Eine Überraschung war es dann , wie das Strickbild rauskommen würde...
Erst habe ich überlegt, ob ich ein Halstuch stricken will, aber irgendwie konnte ich mich mit den Gedanken: "Sockenwolle am Hals" nicht anfreunden. Ist so. Dafür werde ich andere Wolle einfärben.
Mit dem Gedanken: "Sockenunikat am Fuß" - geht es mir deutlich besser.


Ehrlich gesagt, gefällt sie mir im Strang sogar besser, als gestrickt, obwohl -  interessant ist sie allemal.
Für meinen Geschmack ist da aber zu viel grau drin.


Den zweiten Strang hab ich genauso gefärbt, bin gespannt, ob es starke Unterschiede gibt.
Weil ich natürlich nicht abwarten konnte, bis ich wusste wie das Maschenbild rauskommt, habe ich die leichtfeuchte Wolle im Backofen bei 50° getrocknet, funktioniert einwandfrei... dann konnte ich das Knäul wieder aufwickeln und loslegen - 
allerdings hätte ich sie doch nach dem Färben noch gründlicher spülen sollen... leicht lila Strickfinger waren das Ergebnis... beim 2. Knäul wird alles besser...

Fazit:
Die Hexenküche der Färbereien hat mich zurück! Unbedingt!
Es macht Spaß und es ist, hat man erstmal die Farben angeschafft, relativ preiswert und man hat ruck-zuck individuelle Wolle für ein paar Socken etc. gefärbt. 
Aber: Die nächste Färbung werde ich mehr in einer Haupt - Farbe ausprobieren, mit kleinen Nuancen. 

Noch mehr Creative am Dienstag treiben hier ihr (Un) Wesen.....

habt einen schönen Tag,
JULE

Material:
Sockenwolle: Rödel, 2 x 50g wollweiß 75% Schurwolle 25% Kunstfaser
Farbe: Ashford, Navyblue und Hot Pink 
Es sind Säurefarben, das Pulver wird mit Wasser und Essigessenz angerührt.
Als Färbegefäß für größere Mengen nehme ich am liebsten meinen Einkochtopf. Da kann ich die Temperatur und die Zeit einstellen, also: wie lange die Temperatur gehalten werden soll. Ideal zum Färben!
Falls sich jemand wundert, dass die Wolle gekocht wurde:
Wolle, auch wenn sie nicht eine anti-Filz-Ausrüstung hat, kann man kochen. ABER: für jede Wolle gilt: man sollte sie dann nicht zu sehr im Topf bewegen und vor allem nach dem Färben im Farbbad langsam abkühlen lassen. Herausnehmen, auswringen, sofort kalt spülen, das lässt die Wolle verfilzen. Also: kein Temperaturschock, keine Reibung, dann verfilzt sie i. d. R. nicht. (Denn genau das passiert in der Waschmaschine, Reibung, Bewegung und Temperaturschock von heiß nach kalt - darum funktioniert da dann auch das Filzen, mal mehr, mal weniger freiwillig....)


Montag, 6. Mai 2013

MONTAGsGRUSS

Ihr Lieben, heute mach ich's mal kurz und knapp und empfehle euch "nur" diesen link zu einem kleinen Filmchen, den ich entdeckt habe. Bühne frei für:


Mein Mann meinte gewissen Parallelen zu mir feststellen zu können, mh, weiß gar nicht warum....

Ich wünsch euch allen einen fröhlichen Start in die neue Woche,
*
JULE
*

Donnerstag, 2. Mai 2013

weibsbilder

- 1969 -


ICH BIN DANN ABER DOCH NICHT EINZELHANDELS-KAUF-FRAU GEWORDEN.
*
JULE
*
mehr Weibsbilder hier

Dienstag, 30. April 2013

Maschenmarker, Henriette und ich...

CREADIENSTAG 
Bis vor Kurzem wusste ich weder, was ein "Maschenmarker" ist, 
noch wozu man ihn braucht und noch weniger, das ich ihn mal brauchen würde.
Derart unterbelichtet fristet ich völlig naiv mein Leben in aller Unschuld, sozusagen.


Aber so ist das, beim bloggen kommt eins zum andren.
Ich weiß jetzt, was und wozu und das ich ....
Brauchen, ist das eine.
Wie kann ich das selbst machen? - sofort die nächste Frage.


Denn diese kleinen Dingerchen, die irgendwie wie Ohrgehänge für Stricknadeln ausssehen, können doch gar nicht sooo schwer zu werkeln sein.
Sind sie auch nicht.
Also hab ich die Perlenvorräte geplündert, uralte Sachen wieder entdeckt,
Nylonummantelter Draht, Quetschperlen, diverse Glasperlen...


 Absolut das richtige "schnell zum Erfolg" Projekt für zwischendurch. 


Gestern hab ich euch hier Henriette vorgestellt,
ganz herzlichen Dank für eure lieben Kommentare,
das hat unsre Herzen wirklich erwärmt!  
Und das hier haben wir zwei Mädels zusammen genäht:


kleine Biegungen sind noch etwas kniffelig für uns 


aber wir arbeiten dran.


Voila, ein Tetraeder - Täschen, damit in meiner "Alles Drin" nicht auch immer "alles drin" rum fliegt.


habt eine feinen Tag, ihr Lieben,
eure JULE


äh... das mit der perfekten Motivaufteilung auf einem Tetraeder -Täschchen kriegen wir ein andres mal...
aber gefüttert ist ja auch mal nicht schlecht, oder? was machen die anderen? HIER geht's lang zum Creadienstag