Montag, 26. März 2012

FRÜHLINGS TAG - UND - NACHTGLEICHE

Feste im Jahreskreis: die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche


Am 20. März war Frühlingsbeginn. 
Das Datum variiert, wer mag liest hier warum.



Die Sonne hat in den letzten Wochen spürbar an Kraft gewonnen, am Frühlingsbeginn halten sich sogar Tagstunden und Nachtstunden die Waage. Darum nennt man es auch die "Frühjahrs-tag-und-nacht-gleiche". Dann wird der Tag stärker als die Nacht, Stunde um Stunde. Wir gehen in die helle Zeit, in die Frühlingszeit hinein.


Morgens zwitschern die Vögel. Sie bauen ihre Nester, legen Eier und fangen an zu brüten.
Die Äcker und Wiesen werden wieder hellgrün. Was Gesät wurde geht auf und sprießt.
Die Knospen drängen aus den Zweigen heraus, bald entfalten sich die Blüten an den Bäumen.
Überall in der Natur spüren wir, das Leben erwacht, es kommt wieder, kommt neu hervor.


Das zweite Fest im Jahreskreis zeigt uns:
Das Helle und das Dunkle gehören zusammen. 
Nach einer Phase der Kälte und der Dunkelheit
wird es wieder hell.
Auch aus scheinbar toten Zweigen 
drängt neues Leben ans Licht.


In alten Erzählungen heißt es: "Im Frühling geht die Göttin Ostara über das Land. Wo ihr Fuß die Erde berührt, blühen gelbe Blumen unter ihren Schritten.... "
Ein schönes Bild für das, was jetzt in der Natur geschieht. Ich liebe es, wenn die ersten Schlüsselblumen in den Wiesen blühen! Wenn das, was in der Wiese geschlafen hat, zu neuem Leben erwacht.


Ob eine Göttin Ostara je wirklich verehrt wurde, darüber mögen sich die Gelehrten streiten. Für mich ist die "Wahrheit dahinter" viel wichtiger: 

Etwas berührt mich, 
berührt mich sanft und doch kraftvoll, 
es weckt in mir  
Lebendiges, Schönes, 
Zartes 
und das darf leben.


Wir alle tragen kleine und große Schätze in uns. Wie dieser Waldboden, der tief in der Erde die Blumen bewahrt hat, die nun von der Frühlingssonne ans Licht gelockt werden. Auf dem Waldboden liegt noch das Laub vom Vorjahr, abgestorbene Zweige.... da findet ein kleines Buschwindröschen ans Licht... und  bald schon wird der braune Boden überschwemmt sein von einem Meer aus zarter, grünender Lebendigkeit

Ich wünsche uns, dass wir erleben können, wie Schätze in uns zum Leben erweckt werden, wie etwas, was schon lange in uns angelegt ist, zu blühen beginnt.

Fröhliche Frühlingsgrüße
schickt euch, 
die JULE

Kommentare:

  1. Wie schoen wieder Deinen Montagsgruss. Der Fruehling ist da und schoener und ausfuehrlicher laesst es sich kaum beschreiben.
    Sei lieb gegruesst


    Kristina

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  2. Well now it's spring. How nice you show signs of spring. Here in Sweden it is called "vårdagjämning" when day and night are of equal length. Have a nice day.

    Hugs
    Elna

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  3. Liebe Jule,
    feine, nachdenkliche Zeilen....Deine Gedanken berühren mich und ich teile sie. Genießen wir das Wunderbare...
    Dir wünsch ich eine sonnige Woche
    Ganz liebe Grüße und ein Drückerchen
    Rosalie ∙∙♥♥∙∙

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  4. seufz.....liebe Jule, was für ein schöner post!Ja, der Frühling ist super herrlichst und soooo unendlich kraftvoll und voller Magie ;o)!Sehr,sehr schön hast du das geschrieben ;o)!Und keine Sorge, wir lesen uns nch, ich bleibe ja hier...die Teenies bis auf die Studentin fliegen nur aus ;o).....einen entspannten Abend und viele,liebe Grüße,Petra ♥

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  5. Liebe Jule,
    was für wunderschöne Zeilen.
    Mögen wir über uns hinauswachsen mit dem Ungeahnten, das da in uns aufkeimt.
    Allerliebste Grüße von Nina

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