Montag, 2. April 2012

MONTAGsGRUSS

Wie ich es als Kind nannte ....

Eine schöne Sache ist es mit der der Sprache. Dank ihrer können wir Dingen Namen geben. Damit werden sie wieder erkennbar. Es macht das Leben weniger kompliziert. Wir können den Hund rufen und im Laden genau sagen, dass es bitte diese supersauren, quietschegelben Bonbons sein sollen. Und meistens funktioniert das dann. Wir bekommen, was wir wollten.

Aber könnt ihr euch daran erinnern, wie es war, als ihr Kinder gewesen seid und Dingen Namen gegeben habt? Andere Namen, als die der Erwachsenenwelt? Ich meine nicht diese Versprecher, die so unglaublich charmanten Wörter aus der Zeit, als wir uns die Sprache der großen Leute erkämpft haben. Nein, ich meine die ganz, ganz eigenen Bezeichnungen. Ich erinnere mich nicht mehr an viele, aber immer wenn ich diese Blume sehe, fällt mir eine wieder ein....


Vielleicht, weil ich mir ihren Namen nicht merken konnte, weder den deutschen, noch den lateinischen.
Vielleicht, weil ich damals ein kleines, blaues Dirndlkleid hatte, nannte ich sie....



 "Puffärmel-Blümchen"

Tja, und immer, wenn ich diese kleine  Frühlingsblume sehe, zwinkre ich meinem inneren Kind zu und flüstere: "Puffärmel-Blümchen, stimmst?" 
Mein inneres kleines Mädchen lächelt verschmitzt und flüstert zurück:
"Aber nur im Geheimen!" - "Klar doch!"

Dann schaue ich sehr vernünftig die Verkäuferin an und sage ganz ruhig und erwachsen: 
"Ich hätte gern so ein Töpfchen mit Traubenhyazinthen, bitte!"
Inzwischen weiß ich den "andren" Namen ja auch.
*
Ich wünsche euch einen schönen Wochenanfang, 
egal ob schon in den Ferien oder noch nicht...

ganz herzliche Grüße,
von der JULE
*
PS: nein, liebe Nina, ich habe dich nicht vergessen...
mal sehn, vielleicht schaffe ich es noch diese Woche, ich soll euch nämlich 5 Dinge über mich erzählen, die ihr (garantiert) nicht wissen wollt...

Kommentare:

  1. Hihi, Puffärmel-Blümchen, witzig!
    Da hast du dir ja nen schönen Namen ausgesucht.
    Kann mir gut vorstellen, dass man im Blumenladen versucht ist, den falschen Namen zu sagen ;)! Für einen selber ist er ja sooo richtig!
    Liebe Gruß sende ich dir!
    Daniela

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  2. Liebe Jule,
    das innere Kind nicht zu vergessen ist wichtig und tut soooo gut. Deinen Damals-Namen für´s Blümlein find ich ganz bezaubernd und mir fallen grad ein paar solcher Wörter meiner Kinder ein. Die lassen mich schmunzeln, wärmen die Seele, .... und Du hast uns mit diesem Beitrag wieder einen wunderbaren Montagsgruß bereitet. Danke dafür...
    Ganz liebe Rosaliegrüße ∙∙♥♥∙∙

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  3. liebe jule
    hab deinen blog über umwege gefunden und finde deinen "montagsgruss" zauberhaft. danke dafür...du hast mich zum nachdenken angeregt... da muss ich wohl tief graben in den erinnerungen. ist ja auch schon ein weilchen her. werde dich weiter "verfolgen" und freue mich schon jetzt auf zukünftige posts. eine ganze tolle woche wünsch ich dir, liebe grüsse, marika

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  4. Liebe Jule,
    das ist mal wieder so ein schöner, Herzerwärmender post!Wie schön, dass noch einige von uns in der Lage sind ,das kleine Mädchen in sich zu pflegen und lieb´zu haben ;oo) und "Puffärmel-Blümchen ", diese Wortkreation ist einfach der Oberknaller, sooooo süß!Ganz viele, liebe Grüße,Petra

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  5. Liebe Jule,
    ich versuch Dir zu mailen, aber auch beim 23. Versuch erfolglos, kriege undefinierbare Fehlermeldung mit lauter Hieroglyphen...Augenverdreh, stöhn.... Hast Du vielleicht noch ne andere Mailadresse?
    Liebe Grüße
    Rosalie

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  6. Ich vergebe auch heute noch gerne eigene Namen an Dinge, die ich nicht kenne - aktuell: Holzdingsbums - ich weiß, nicht so ganz einfallsreich... Aber Dank Eurer Antworten kenne ich ja nun den richtigen Namen ;-)
    Aber ich sage z.B. zu sehr künstlich schmeckendenden Lebensmitteln, dass sie "PLASTILIANISCH" schmecken...
    Liebste Grüße
    White Dream

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  7. Puffaermelbluemchen ist doch eine zaueberhafte Beschreibung der schoenen Traubenhyazynthe.So passend und unglaublich suess. Da darf das kleine Maedchen in Dir, sie ruhig mal bei uns laut aussprechen.Ich mag diese kleinen Blaeulinge auch zu gern. Manchesmal wachsen sie sogar wild bei uns auf der Wiese. Hab eine schoene Woche.


    LG

    Kristina

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  8. Ohhhh Jule, die Puffärmelblümchen sind doch meine Lieblingsblümchen. ;-)
    Süüüüß die Geschichte.

    Hab vielen, vielen Daank für die lieben Wünsche für Janka.
    Es hat geholfen. ;-)))

    Ganz, ganz liebe Grüße
    Judith

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  9. Hallo Jule,

    Über Rosalies Träume bin ich zu Deinem schönen Blog gelangt. Hab mich gleich als Leser eingetragen und in meiner Blogliste bist Du nun auch.
    Ich hab auch solche Kindheitserinnerungen. Zu der Mahonie habe ich immer "Hundpinkelblume" gesagt. Meine Mutter hat mir immer verboten sie anzufassen: da haben Hunde dran gepinkelt. Später habe ich dann erst den richtigen Namen erfahren.
    Mein Mann nannte als Kind die Stare "Giftvogel". Das grünlich-blauglänzente Gefieder kam ihm unheimlich vor.
    Ich habe auch Deine süßen Eierwärmerhäschen bewundert. Einfach zauberhaft sind sie.
    Ich zeige in meinem Blog meine gestrickten Ostereier. Vielleicht besuchst Du mich mal.
    Liebe Grüße
    Brigitte

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  10. Liebe Jule,
    eine schöne Geschichte aus Deiner Kindheit!
    "Puffärmel-Blume" find ich ja so süüüß! Ich finde es paßt!!
    Ich weiß, daß ich das auch gemacht habe! Leider fällt mir momentan keines ein;O)
    Ich wünsche Dir schöne Ostern & alles Liebe
    Janet

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