sagt der Schwede, wenn er meint, es ist an der Zeit.
Es ist dringend an der Zeit, mich bei der lieben
ELNA zu bedanken. Nachdem ihr meine Häkel - Kürbisse so gut gefallen haben, gab es ein Spontanpäckchen nach Schweden mit 2 Wunschkürbissen, am liebsten hätte ich die ja selber hingebracht, wenn nur der Weg nicht so weit wäre... im Tausch dafür kamen 2 Ausgaben der schwedischen lantliv zu mir hergeflattert! , JUBEL!
(Leider darf ich euch hier keine Fotos der Zeitschriften zeigen, wäre zwar eine nette kleine Werbeeinlage, aber geht nicht, bedankt euch beim Urheberrecht.)
Aber zeigen kann ich euch die kleinen feinen Begleiter, die Elna mit eingepackt hat:
Danke, Elna!
und wer Katzen mag, der wird auf ihrem Blog sicher begeistert fündig werden....
Und dann wollte ich schon ne Weile von einem herrlichen Werkelabend erzählen, den ich bei einer Freundin verbracht habe. Sie hat eine Werkstattausrüstung, um Glasperlen herstellen zu können. Letztens hat sie mich in die hohe Kunst des Perlendrehens eingeweiht...
Grundmaterial sind diese Glasstangen, etwa Bleistiftdick.
Gearbeitet wird an einem Gasbrenner. Die Flamme muss mind. 1000° haben. Mit der linken Hand wird der präparierte Stahlstab in die Flamme gehalten, mit der rechten Hand wedelt man die Glasstange durch die Flamme um das Ende langsam zu schmelzen. Erhitzt man es zu schnell platzt es ab und kleine Glassplitter schießen umher. Schutzbrille tragen ist Pflicht!
Der Metallstab wird glühend rot, das Glas glüht auch, verfärbt sich und wird weich... hat mich irgendwie an Siegellack erinnert. Jetzt ist es Zeit das zähe Glas an den Metallstab zu führen, den Stab langsam zu drehen und so das flüssige Glas um den Stab zu wickeln und mit der Flamme das Glas schließlich "abzuschneiden".
Während die linke Hand weiter dreht, wird rechts der Glasstab abgelegt, hier liegen schon ein paar, jetzt können noch Dotts, kleine Pünktchen auf die Perle gesetzt werden.... dafür wird wieder ein Glasstab langsam erhitzt ... aber immer hübsch weiterhin links die Perle drehen, sonst folgt die zähe Masse sofort den Gesetzen der Schwerkraft! So richtig was für die rechts - links - Koordination!
Ich kann euch nur sagen: es war aufregend, es war spannend, es war irre toll und nicht das letzte Mal!
Beim Arbeiten trägt man eine Schutzbrille, die die Farben optisch verfälscht, ausserdem veränderte sich die Farbe der Glasstäbe mit der Temperatur. Überraschend sind dann auch die Ergebnisse, wenn die Perlen nach der Abkühlphase in Korkkrümeln hervorgeholt werden. Man weiß natürlich, welche Farbe die Glasstäbe haben, aber beim Arbeiten sieht alles irgendwie anders aus.
Geübte Perlendreher werden über die Ergebnisse nachsichtig schmunzeln, aber ich bin stolz, wie ein kleines Kind! Meine ersten selbst gedrehten Glasperlen!
Als Dankeschön für diese herrliche Werkstattzeit (mit anschließender langen Ingwertee-quassel-zeit...) hab ich meiner Freundin ein Täschchen genäht:
Taschenschnitt aus: "Tolle Taschen selbstgenäht" M. Dornemann, Toppverlag
Ich wünsch euch allen ein schönes entspanntes Wochenende,
eure JULE