Montag, 10. Juni 2013

MONTAGsGRUSS

Bretter die die Welt bedeuten...

Hinter uns liegt eine aufregende Woche.
Mit uns meine ich vor allem meinen Sohn, dann mich und auch meinen Mann. (der hatte bei der Premiere den Auftrag zu fotografieren, es war eine gute Ausbeute: etwa 300 Bildern, Szenen, Schnappschüsse in der Pause....)
Der Sohn spielt in der Theater - AG seiner Schule. Dieses Jahr stand "Anatevka" auf dem Programm.
Ich liebe dieses Musical. Es war da erste Musical, dass ich gesehen habe, als Teenie. Damals, ein Gastspiel in meiner Heimatstadt, etwa so vor 30 Jahren. Später habe ich mehrmals die Verfilmung gesehen. Als ich dann vor den Pfingstferien gehört habe, dass der Lehrer-Elternchor der Schule die Lieder des Musicals bei der Aufführung singen wird, bin ich ganz kurzfristig sozusagen auf den fahrenden Zug aufgesprungen und hab mitgesungen, herrlich.
Das Schulorchester und die Big - Band der Schule haben die Musik dazu gespielt, insgesamt waren rund 120! Mitwirkende beteiligt, als das Stück am vergangenen Wochenende als Open-Air-Veranstaltung zwei mal über die Bühne ging.


 Natürlich verliefen die ersten gemeinsamen Proben Anfang der Woche noch gelinde gesagt katastrophal... kein Wunder: das erste Mal mit Headset sprechen (Schauspieler) das erste Mal zusammen mit dem Orchester singen (der Chor) ... ein zerbrochener Contrabassbogen ..... uiuiui, das ware eine heftige Nervenprobe für die verantwortlichen Lehrer!
Aber alle haben ihr Bestes gegeben und schließlich waren wir und das Publikum ganz beglückt.


Ich bin einfach nur von ganzem Herzen dankbar dafür, dass so etwas sein darf: eine Möglichkeit der Lebens - Schule für alle, Junge, Mittelalte und Alte. Alle haben Alles, wirklich alles gegeben, damit es gemeinsam etwas ganz Großes wurde, ohne dass es dafür das Druckmittel der Benotung brauchte. Keine Konkurrenz, denn jeder spürt: nur gemeinsam erreichen wir das Ziel. Klassenübergreifender Zusammenhalt bei den Jugendlichen, ein wunderschönes Zusammenspiel!
Schade, dass Lernen nicht viel häufiger so sein kann. Natürlich gab es Durststrecken auf dem langen Weg bis zum Ziel. Mal Gemecker, mal null-bock, Texte büffeln, aber auch immer wieder Motivation, Spielfreude, ein gutes Wir-Gefühl. Aber mal ehrlich: an die versiebte Franz-Arbeit aus Klasse 9 wird sich nie wieder einer erinnern, aber an den ganzen Prozess und die Aufführungen dieses Stückes erinnern wir uns ein Leben lang!
Ich bin den Lehrern unendlich dankbar, die diese Vision hatten und sie Stück für Stück umgesetzt haben. Die in den Pfingstferien die Schüler motivieren konnten, sich mit ihnen noch mal zum Proben zu treffen, die viel Zeit und Kraft hinein investiert haben, trotz Abi - Klausuren korrigieren und mehr.
Ich bin dankbar dafür, dass ich ein Teil dieser Geschichte sein durfte. Und ich habe wieder einmal gemerkt: Singen macht glücklich!
Und auch dafür, dass das Wetter so gut war, als wir gespielt haben, bin ich sehr dankbar!

Ich wünsch euch eine gute Woche,
eure JULE
*





Kommentare:

  1. Deine Begeisterung ist förmlich greifbar, wenn Du über dieses Projekt erzählst oder hier schreibst. Ich freu mich mit Dir und Euch übers gute Gelingen. Es wird für die Jungen und die "Alten" sicher noch lange für Erinnerungen und Gespräche sorgen .....
    Erinnern werden wir uns aber auch noch lange an unsere Fachsimpelei über diesen und jenen und dann noch den Regen da draussen. Bei aller Dramat der danach kommenden Stunden war das doch eine Gemütlichkeit der besonderen Art, finde ich ;-)
    Hab nun eine gute Woche und grüße die Deinen
    Liebe Rosaliegrüße

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  2. Hej Jule,
    ich kann deine Begeisterung gut nachvollziehen!
    Wenn alle an einem Strang ziehen, wird es auch gut!
    Und recht hast du mit dem Vergleich über die versiebte Arbeit!
    Was bleibt sind die schönen Erinnerungen!
    Viele liebe Grüße
    Manuela

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  3. Jule, du hast ja so recht. Ich bin schon lange für die Abschaffung von Noten! Was sagen die wirklich aus? NIX!
    Meine Tochter spielte auch die letzten beiden Jahre in der Theater-Ag und wird sich später sicher auch nur gut daran erinnern.
    Aber wenigstens haben sie die!!!!!!!!!!!!!

    Grüßle
    Tanja

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  4. Liebe Jule,
    wie eindrucksvoll Du das beschreiben kannst, ich bin gleich mit beseelt.
    Eine tolle gemeinsame Erfahrung und Du hast natürlich völlig Recht, keine Sau fragt später mehr, ob man irgendwo was für Noten auch immer hatte, aber wo das Herz berührt wird und mit viel Engagement Glück für sich und andere erreicht wurde, da bleibt eine Menge übrig.
    Sei liebst gegrüßt von Nina

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  5. Wie gut das klingt.
    Alt und Jung packen gemeinsam ein Projekt an.
    Wie würde ich mir das wünschen, dass das nicht nur hier und da kleine "Lichter" sind.

    Sei herzlich gegrüßt in deiner Freude,
    Gisa.

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  6. Oh, wie schön. Solche Erfahrungen sind immer wunderbar. Hat sogleich Erfahrungen geweckt. Vor über 15 Jahren haben wir damals in der Schule in einem ähnlichen Projekt "Joseph and the amazing technicolour dreamcoat" aufgeführt und ich durfte dabei sein...

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  7. http://n2.9cloud.us/532/piccit_heard_this_macklemore_quote__766851123.1024x0.png

    gell!;)

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  8. Liebe Jule,
    ich freue mich sehr, dass alles so gut geklappt hat ;o)!Du hast den Weg zum großen Ereignis wundervoll beschrieben und so bildlich,man irgendwie gleich mit dabei und mittendrin ;o)!Und ja, du hast vollkommen recht !An die schlechte Zensur wird sich kaum jemand erinnern, aber an dieses gemeinsame, tolle Projekt,alle ;o)!Wie schön, dass du dabei sein konntest ;o)!Ein schönes Restwochenende und ganz viele, liebe Grüße,Petra ♥

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