Dienstag, 26. März 2013

KrEa-DiEnStAg - Ostern gut eingetütet

Manchmal darf es schnell gehen,
in diesem Jahr sind die üblichen Osterkörbchen im Kindergarten
ganz fix fertig gewesen, aber süß anzusehen.
Eine optimale Kombination, wie ich finde.


Man nehme eine braune Papiertüte

  
Zeichne mit flotten Strichen einen Hasenkopf samt Ohren...
Obacht: die Ohrenspitzen halten oben die Tüte noch so eben zusammen...
dann zur Schere gegriffen und nur noch


ein paar Verschönerungen mit Wachsmalfarbe 
(das haben die Kinder natürlich selber und viel charmanter gemacht als ich)
etwas Heu hinein,
und der Osterhase kann sein Werk vollbringen und die 
Hasentüten füllen.


Mal schaun, vielleicht schaffe ich es noch ein Gruppenfoto der Kinderhasentüten nachzuliefern.
heute ist Krea-Dienstag. schaut hier:
Bin gespannt, wieviel Hasen wir noch begegnen werden ; )

liebe Grüße,
JULE

Montag, 25. März 2013

MONTAGsGRUSS

WEISS-MACHEN

Was für ein Tag. Ich brauche dringend eine kleine Auszeit bevor ich nach Hause gehe. Einen Cappuccino vielleicht in meinem Lieblingscafé. Nicht so einen "to go", nein, einen "to stand". Am Tresen ist noch was frei. Wunderbar. Neben mir steht eine ältere Dame. Ihr Teeglas ist beinahe leer.

Als die Tasse mit dem heißen Cappuccino vor mir steht, reiße ich das Zuckerbriefchen auf und lasse den Inhalt behutsam hinein rieseln. Ich mag es, wenn er sich beinahe auflöst und dann schwer durch den weißen Milchschaum hinunter sinkt. Jetzt eine Löffelspitze mit süßem Milchschaum auf der Zunge zergehen lassen. Wie lecker. Jeder hat so seine Rituale, oder?
Ich warte noch etwas, dann rühre ich langsam in der Tasse. Der Milchschaum bekommt ein zartes Marmormuster aus Kaffee.
Ich schaue nach draußen. Das darf wirklich nicht wahr sein, oder? Alles ist weiß.
Es schneit immer noch.

Ich schüttle entnervt den Kopf. Halb zu mir selber, halb zu meiner Nachbarin sage ich:
" ' wollen uns weismachen, es sei Frühling. Mmh. Erst der meteorologische Frühlingsanfang. Da hatte man ja noch Hoffnung. Und dann der kalendarische. Na toll. Hat auch nix gebracht. Über den Anblick dieser weißen "Pracht" (und ich betone das Wort "Pracht" nicht gerade freundlich) kann mich auch die bonbonfarbene Frühlingsmode in den Schaufenstern nicht hinweg trösten. "
Dann schon eher ein Schluck guter Cappuccino. Was für ein Genuss!
Ich lecke mir vorsichtig mit der Zungenspitze den Milchschaum von der Oberlippe.

Die alte Dame nickt und lächelt vor sich hin. Hat sie mir überhaupt richtig zugehört?
"Weiß machen, meinen Sie?" sie wendet sich zu mir.
Ich schaue sie an. Sie hat ein freundliches Gesicht. Schwer zu sagen, wie alt sie wohl ist. Ich sehe ganz viele, viele kleine Falten, rosige Wangen und feine, weiße kleine Kräusellocken fallen ihr in die Stirn. Ihr Haar ist zu einem vollen Knoten geschlungen und am Hinterkopf festgesteckt. "Sieht altmodisch aus, aber auch sehr schön" denke ich.
"Wie bitte?" frage ich irritiert.
"Weiß machen - das kann ich auch." stellt sie ruhig aber bestimmt fest.
Sie greift in ihre Handtasche und zieht eine  kleine Silberschatulle heraus. Sie öffnet sie, entnimmt ihr eine Visitenkarte und reicht sie mir.


........*........
Hulda Holle
Wetter aller Art
Spinnkunst, Kräuterkunde
etc.
*
....

Ich lese. Ich schaue sie an. Ich lese noch einmal.
"Ach." Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein. 
Und: "Danke." - ich will ja schließlich nicht unhöflich erscheinen. "Das. Ehm. Das wäre aber wirklich nicht nötig gewesen."murmle ich und schaue hinaus. Dann starre ich wieder ungläubig abwechselnd auf die Visitenkarte in meiner Hand und auf die alte Dame.

Sie lächelt nachsichtig, zahlt, und nimmt ihren Mantel von der Garderobe. 
Im Hinausgehen berührt sie ganz leicht meinen Ärmel. Ich schaue sie an. In ihren Augen blitzt es spitzbübisch auf. "Nicht nötig, meinen Sie?" sagt sie freundlich. "Nun ja. Ich weiß. Aber manchmal." Sie zuckt entschuldigend mit der Schulter. "Manchmal kann ich es eben nicht sein lassen. Ist bald vorbei. Ich verspreche es ihnen." Sie zwinkert mir zu. Dann ist sie hinaus. Ich sehe ihr nach.
Sie verschwindet im Schneetreiben.

"Na, wenn ich ja jetzt ihr Wort habe." flüstere ich, trinke meinen Cappuccino aus und zahle.
Die Visitenkarte stecke ich ein. Man weiß ja nie...

euer Jule


Hoppla, das war ja beinahe eine kleine Blogpause... hatte keine besonderen Grund, es gabt nur nichts zu erzählen, oder das Licht zum fotografieren war noch nicht so wie es es haben wollte.  Aber das ist ja auch das Schöne am bloggen, ich bin zu nichts verpflichtet... herzlichen Dank für die lieben Nachfragen, es freut mich, wenn mich hier im weiten web jemand ein bisschen vermisst... liebe Grüße, eure Jule




Donnerstag, 7. März 2013

FREUNDSCHAFT...

...fängt mit dem ersten Lächeln an.


Nie wieder gehen wir so unvoreingenommen auf einen anderen Menschen zu, wie wir es als Kinder getan haben.
Einfach voller Neugier auf den anderen, mit einem "hallo, du, die mir da gerade gegenüber steht."
Wo sind sie geblieben, all die flüchtigen Freunde unserer Kindheit?
Die Augenblick-Begegnungen, die uns so neugierig gemacht haben?
Was ist aus ihnen geworden, den Kurzzeit - Sandkasten-Kameraden, denen, die uns die Schaukel überließen und den Karusell-Nebensitzern?
Sie sind noch ja immer da, aber es ist nicht mehr so einfach wie früher... und wir erkennen sie nicht wieder.
Als ich das Bild aufgenommen habe, habe ich gedacht, dass es schon seltsam ist: Es ist nur der eine Augenblick des sich Ansehens, denn die fremden Kinder begegneten sich in der Fußgängerzone einer großen Stadt. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit werden sie sich nie wieder daran erinnern, werden sich wohl auch nicht mehr begegnen, aber dieser eine Augenblick, dieses neugierig - zaghafte Lächeln, diese Begegnung zweier kleiner Menschen jenseits der Worte, hat mich sehr berührt.
Und ich wünschte mir, wir Großen könnten so aufeinander zugehen, auch wenn es nur Momentbegegnungen sind.

*

noch mehr Freundschaftsbilder werden wieder hier gesammelt.
JULE
und mein ganz besonderer Gruss ist heute für Rosalie ....




Dienstag, 5. März 2013

Ordnungshüter...

Vielen Dank für die netten Kommentare zu meinem letzen Beitrag beim Kreadienstag! 
Wie versprochen zeige ich euch heute die Ordnungshüter,
die ich sozusagen für die "inneren Werte" des Weekenders gewerkelt habe.
Es sind einfach Baumwollbeutel, aus alten Bettlaken,
mit mehr oder weniger sinnigen Beschriftungen die meiner Phantasie entsprungen sind.
Da ich keine Schablonen gefunden habe, habe ich die Schriftzüge ausgedruckt und unter den Stoff gelegt und mit einem feinen Stoffmalfilzstift nachgezeichnet. Sozusagen die ganz alte Methode, noch jenseits von Transferfolien etc. Die beschrifteten Stoffstücke habe ich dann auf den Beutelstoff genäht.

also, das ist mal Beutel NR. 1 für: 


 Beutel NR 2
Sozusagen für dies und das,
eben was sonst noch so rumfährt in der Tasche...


Klar, irgendwo müssen auch die Socken etc. bleiben,
wenn sie nicht mehr so ganz taufrisch sind,
dafür Beutel NR 3:


Beutel NR 4,
nicht back to the roots, aber :


mein persönlicher Favorit:
http://where are my socks?
wer der Anfrage folgt kommt hier raus.
(war übrigens ein Tipp vom großen Sohn)


naja, Ordnung halten sollte Spaß machen, oder?

*
JULE

Montag, 4. März 2013

MONTAGsGRUSS


endlich:
blauer Himmel, die Sonne wärmt, die Vögel singen...

Vielleicht geht es mir ja jedes Jahr so, dass ich mich über den heranschleichenden Frühling so besonders freue. Ich glaube, jedes Jahr wieder denke ich: so sehr wie in diesem Jahr, lieber Frühling, hab ich dich noch nie herbei gesehnt! Ich staune über die Knospen, diese Kraft, die in den scheinbar leblosen Zweigen sitzt. Ans Licht, ans Licht! Wachsen, grünen, lebendig sein!


Inserat in der Zeitung >freier Flug< :  "Nachmieter im Forsythzienstrauch gesucht..."


Das Rufen der Vögel war gestern wie Musik in meinen Ohren, ich habe so gern ihrem freien Flug zugesehen.
"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen..." hat R.M. Rilke einmal gedichtet. Mein Leben immer wieder im Spiegel der Jahreszeiten zu sehen, das gefällt mir. Wachsen, werden und vergehen, Neuanfang, Aufbruch, der immer wieder möglich ist, oder auch Abschied von Vertrautem eingebettet in diesen Zyklus des Lebens. Alles hat seinen Platz, hat seine Zeit. Ruhezeiten, Zeiten der Einkehr und auch Zeiten des neugierigen Aufbruchs - und in allem: Leben.


und hier noch ein link zu einem wirklich schönen Märzgedicht... von Erich Kästner,

ich wünsch euch einen wunderbaren Start in den März, 
auf dass es wirklich Frühling werde!
*
JULE