Montag, 30. September 2013

In einem kleinen Apfel...

MONTAGsGRUSS...



Kennt ihr noch dieses kleine Kinderlied?
Jeden Herbst singe ich es wieder mit den Kindergarten -  Kindern. Seit vielen Jahren. Immer noch gern. So wie es meine Mutter früher mit mir gesungen hat.
Ich liebe es, weil es eine einfache Melodie hat und einen schönen Text.
Und es ist so schön, wenn man mit den Kindern dann einen Apfel aufschneidet, so wie auf dem Bild und die kleinen Bübchen in ihren Stübchen sucht... 
Aber das Lied hat für mich noch eine andre Dimension.
Ich singe es so gern mit den Kindern, weil es, wie kaum ein andres, einfaches Kinderlied, das Seelenleben eines jeden  Kindes widerspiegelt. 
Geschützt liegen die Kerne in ihrem Kerngehäuse und sie träumen davon, einmal groß und stark wie ein Baum zu werden, einen guten Stand im Leben zu haben, zu blühen und Früchte zu tragen. 
Davon erzählt das Lied. Voller Hoffnung, voller Zuversicht, das Leben ein einziger Traum, ein schöner Traum.
Und ich wünsche es den Kindern, dass sich ihr Traum erfüllt, 
dass sie groß werden, sich wunderbar entfalten und sich tief verwurzeln dürfen.

Und uns, die wir hoffentlich auch noch Träume im Leben haben, wünsche ich das auch!

PS: was sehe ich denn da? Hat mein Äpfelchen sogar ein 6. Kern-Kerle-Paar? Sonst sind es wirklich 5!
Dann ist das 6. ein besonders hoffnungsfrohes für euch! Auf das eure Träume groß und stark werden mögen!

Donnerstag, 26. September 2013

Mein Islandjunge...

Das "Waldorfpuppen-sew-along" geht weiter...
In den Sommerferien habe ich einen Termin sausen lassen,
macht nichts, ihr seht dann einfach beide Themen zusammen:

Es ging im August um die Gestaltung des Gesichts und die Frisur:
und hier seht ihr das Kerlchen, mit strahlend blauen Augen 
und flachsblonden Haaren:


Wobei Waldorfpuppenkennerinnen sofort sehen: aha, eine Nase, des weiteren Ohren, einen  ausgeprägten Mund... na,na, das hat eine klassische Waldorfpuppe aber nicht! Stimmt. Und da ich meine Puppe ohnehin nicht "Waldorfpuppe" nennen darf, weil der Name geschützt ist, muss ich mich ja auch nicht an die Vorgaben halten. 


Ausgeprägte Gesichter findet man jetzt bei einigen Puppenmacherinnen. Aber das ist eigentlich auch nicht so neu. Ruth Zechlin, hat in den 50er Jahren über die Kunst des Stoffpuppen-machens ein Büchlein verfasst hat, sie erklärt darin, wie man stärkere Wangen, ein Näschen und ein kleines Kinn "modelliert". 

Im Treffen heute geht es darum, das Puppenkind anzuziehen:
Das ein kleiner Isländer natürlich einen "Isländer", also einen Islandpullover haben muss, versteht sich von selbst! Gestrickt aus Vorgarn, also unversponnenem, ungezwirntem Islandwollegarn "Plötuloppi" von der Firma Alafoss. 
Es war gar nicht so leicht, weil ich kein Puppenpullover-Muster dafür hatte. Aber der Pullover bekam stilecht eine Rundpasse mit eingestrickten Farben. Und da, wo mir am Ende doch noch ein paar Farbfleckes fehlten, habe ich sie im Maschenstich eingestickt. Eine Hose? upps. Der erste Versuch war zu eng, darum muss der Hemdenmatz jetzt noch ein bisschen warten, bis Hose Nr.2 fertig ist...


Das Material für die Haare ist: Puppenhaar-Wolle vom "Wollknoll", gehäkelt und kräftig ausgekämmt.
Die "Randfotos" habe ich von unserer Islandreise 2012 mitgebracht. Eigentlich wird es dringend Zeit, davon mal mehr zu zeigen, oder?
*
Jetzt schau ich mal, wie weit die andren Puppenmacherinnen gekommen sind....


Mittwoch, 25. September 2013

Verliebt in Pergola...

Meine neue, große Liebe ist eine echte Schwedin.
Sie heißt "Pergola" und macht aus jedem Alltag einen Festtag.
Erst zog nur eine Henkeltasse bei mir ein,
aber in diesem Sommer habe ich ein ganzes Frühstücksgeschirr adoptiert.
Gekauft, nennt man das wohl ganz profan.


Weil wir in der Nähe des alten Firmensitzes der Porzellanmanufaktur "Rörstrand" am schönen Vänersee, in Schweden, Urlaub gemacht haben, 
weil ich seit Jahren um dieses Geschirr buchstäblich herumschleiche,
weil es jetzt endlich an der Zeit war...
weil, weil, weil, weil...
freu ich mich jeden Tag daran.
Und ich habe tatsächlich bei meinen Baumwollgarnen ein passendes gefunden, aus dem ich kleine Untersetzter gehäkelt habe, damit meine Süßen angenehm stehen können.

Da sitze ich nun, schlürfe Tee oder Kaffee aus meinen Schönen
und freu mich.
Mittwochs,
aber auch an jedem andren Tag, dass ich sie habe,
meine Pergola.
*
dies ist mein Beitrag für:
*
habt es fein,

Montag, 23. September 2013

Wo ist meine Heimat?

Ein MONTAGsGRUSS...

Die "Raumfee" hat mich mit Ihrer Post - Serie zum Thema "Heimat..." inspiriert.
Auch für mich ist das immer wieder eine anrührende Frage:
Wo ist meine Heimat?
Ja, klar, meine Heimat ist zunächst einmal da, wo ich geboren wurde. Das ist im Sauerland, rechts neben dem Ruhrgebiet - und Schalkefans siedeln da schon mal gern den BVB gern an: Lüdenscheid (Nord).
Aber dann kam die Berufsausbildung und es zog mich nach Niedersachse., Celle- eine wunderschöne Stadt. Und später wiederum ziemlich in den Süden, Baden-Würtemberg, gern habe ich einige Jahre in Ulm gelebt, aber dann ging es weiter... und nun lebe ich nahe der schönen Unistadt Tübingen.
Wo ist meine Heimat denn nun?
Hier, wo ich jetzt lebe, spreche ich ja noch nicht einmal die Heimatsprache. Jedenfalls nicht ganz soooo richtig. Und eigentlich zieht es mich ja wieder in den Norden, also noch nördlicher als meine Geburtsheimat. 

Vor einiger Zeit habe ich einen Atelierbesuch bei Tiina Kirs Kern gemacht habe, Bilder und Eindrücke gab es hier zu sehen. Dort habe ich auch diese Skulptur fotografiert. Tiina hat sie aus einem alten Koffer und zwei Händen, die sie aus Draht gestrickt hat, gearbeitet.



Tiina hat deutsche und  finnische Wurzeln. Diese Skulptur setzt sich mit der Frage auseinander, wo denn ihre Heimat sei - in Deutschland oder / und in Finnland? 
Die Antwort, die sie für sich auf diese Frage gefunden hat, berührt mich sehr:

"Ich habe lange überlegt, wo denn meine Heimat ist, bis ich heraus gefunden habe:
meine Heimat ist in den Werken meiner Hände."
sagt sie.

Der Koffer steht für das Umherziehen,die Ortswechsel, das Unterwegssein, für das, was man mit sich trägt, die Hände für das eingene kreative Tun.
In diesem Werk und in dieser Aussage kann ich mich wiederfinden. Auch mir geht es so. Und es ist schön und wohltuend, in den Werken der eigenen Hände ein zu Hause,eine Heimat zu haben.

*
eure JULE


Samstag, 21. September 2013

zehn kleine Fragen...



Da hat es mich also erwischt  - keine Sorge, liebe Katharina,  ich lebe und ich lache noch!
Bevor ich die Fragen beantworte, leiste ich erstmal Abbitte, denn ich habe schon einmal 10 Fragen geschickt bekommen, sie auch brav beantwortet, aber seit dem lagert der Post im Fach für die Entwürfe... nicht nett von mir, weiß ich, sozusagen ein Blogger-Ufo.
Aber ich nehme es zum Anlass um hier und jetzt immerhin diese Fragen zu beantworten und zu posten, jawoll! 

1. "wie hat sich dein Blick auf Bloggs verändert, seitdem du selber bloggst?"
Ich gestehe, dass ich recht spontan zum bloggen gekommen bin. Es gab wenig "Vorlauf" als stille Herumtreiberin auf andren Blogs. Ich bin einfach mal "Rinn-ins-Vergnügen". Ich lese Blogs, die Kreatives zeigen und etwas zu erzählen haben. Seitdem ich selber blogge schaue ich auch gern auf das Layout und die Fotos der andren und hoffe viel dabei zu lernen...

2. Zeigst du uns deine Lieblingstasche.
Klar doch, gern und immer wieder: 

3. Welches ist deine schönste Sommererinnerung?
Die Ruhe in Schweden am See, Sonnenuntergang, dann die Wildgänse, die in Formation über dem Wasser dahin fliegen und meine Lieben bei mir... 

4. Welche Sprache würdest du gerne beherrschen?
poetisch gesagt: die Sprache der Herzen... hach.
Unpoetisch gesagt, aber von Herzen: Schwedisch wirklich beherrschen und nicht nur ein bisschen können, das wäre schon toll - dann ganz unbescheiden, häng ich noch an: isländisch (klingt irre gut! Fast wie elbisch ) und niederländisch (erinnert mich so schön an's Plattdeutsch) 

5. hast du ein Lieblingszitat?
nein - ich hab zur Zeit 2 Lieblingszitate:
"Der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen!" 
- Elke Heidenreich 
 "Ask yourself if what you are doing today is getting you closer to where you want to be tomorrow." Quelle: Unbekannt
Beide Zitate wirken auf sehr unterschiedliche Weise, aber intensiv, bei mir nach.


6. Wie sieht ein perfekter Samstag für dich aus?
Ja, also: der Wochenendputz ist bereits am Tag zuvor erledigt worden, es gibt auch keine Berge von Schmutz- oder Bügelwäsche. Ausschlafen!!! dann gibt es ein gutes Frühstück. Anschließend ein Bummel über den bunten Wochenmarkt von Tübingen und irgendwo eine Cappuccino genießen? Oder wieder einmal auf dem Sofa die ZEIT lesen, stricken oder  spazieren gehen? Vielleicht doch lieber in die Sauna fahren? Auf alle Fälle ein ausgiebiges Faulsein! Unbedingt! Und am Abend noch ins Kino? Oder lieber "Mäusekino"? So heißt es, wenn wir eine DVD einlegen. 
Ja, so oder ähnlich könnte ein ganz entspannter Herbstsamstag aussehen. Aber ich weiß noch eine Variante, die das Ganze topen kann:
Ein langes Wochenende in Stockholm, perfekter Samstag inclusive!!!! Yeah, bald ist es soweit und mein Mann und ich fliegen für ein paar Tage zu Königs nach Schweden. Ok, Kalle und Sylvia wissen noch nichts davon... aber es wird auch ohne die Zwei eine feine Sache.

7. Wo bewahrst du deine zusammengeklebten Schnitte auf?
Meine Kleiderschnitte übertrage ich auf Folie, neuerdings Baumarktabdeckfolie (geht gut, ist billiger und die Folie ist so riesig, da muss ich nichts zusammenkleben). Den Schnitt stecke ich zusammen mit a) einer Kopie der Anleitung aus dem Heft und b) einem Stoff-fetzen des fertigen Projektes in eine stabile Sichthülle. Und diese Hüllen ordne ich in einen Ringordner ( mit 4 Ringen) ein. So einfach ist das. Schnitte für Taschen und Täschchen liegen zusammengeklappt hinten in dem Buch, aus dem ich sie heraus gezeichnet habe. So habe ich Anleitung und Schnitt immer beieinander.

8. Herbstzauber - kannst etwas damit anfangen? 
Oh, ja! Das hat für mich was mit "Nebel am Morgen", der aus den Wiesen steigt, mit "goldenem Oktober" und schönen Herbstgedichten zu tun. Mit Regentropfenperlenketten in Spinnweben. Mit Laternenlaufen und damit, dass alles wieder leiser wird... die Blätter werden bunt  und tanzen im Wind. Kürbisse leuchten, Zwiebelkuchen duftet und ein gutes Glas Wein steht auf dem Tisch.


9. Welche Superkräfte hättest du gern?
Na, das ist ja mal ne Frage! Die Zeit anhalten können, wenn es schön ist - und sie schneller drehn, wenn ich auf dem Zahnarztstuhl sitze! Und dann gäbe es sicher noch 'ne ganze Menge viel, viel sinnvollerer Dinge, die man tun könnte, wenn man Superkräfte hätte.... aber will ich die wirklich haben, diese Superkräfte? - ich glaube nicht.

10. Welche Frage habe ich nicht gestellt, möchte aber unbedingt einmal von dir beantwortet werden?
Dazu möchte ich das 3. Zitat bemühen, es stammt von einem meiner Lieblings-literaturhelden:

Fragen, Fragen, immer nur Fragen.
Unsichtbar wird der Honig im Magen.
Gib mir ein Rätsel auf; ich werde sagen:
›Da mußt du jemand anderes fragen.‹ 
Pu der Bär
*
in diesem Sinne, 
habt ein schönes Wochenende,
eure JULE


Dienstag, 10. September 2013

Schiffchen Ahoi Nr. 5

Ach, ich bin noch immer mit dem Herzen in Schweden...
es waren wunderschöne 2 Wochen, in einem Haus am Vänersee.
Blauer schwedischer Himmel, das klare Licht des Nordens, Regen, Sonne aber vor allem:
Stille.
Lesen, ausruhen, stricken, sticken, 
Einkaufsbummeln,
Seele baumeln lassen...


Und meine neue Umhängetasche war mit dabei! Noch einmal Schiffchen ahoi....
Noch einmal:
Jag vill har ett hus vid havet...
(Ich möchte ein Haus am Meer haben, 
wo ich den Booten zusehen kann und tun kann was ich will)
Radattel hatte nachgefragt, ... ja, die Schrift ist entstand wieder mal mit der Nähmaschine, diesmal in blau.

Das Schiffchen ist wieder aus feinem Leinen gefaltet, gebügelt und aufgenäht, ganz so, wie man ein Papierschiffchen faltet.


und auf der Rückseite wieder ein paar Häuschen ...
hier spielen ein paar keine Lichtreflexe im Bild...


Den Schnitt habe ich diesmal "frei Schnauze" gemacht, ein Reißverschluss ist eingearbeitet,
der Tragriemen ist diesmal nicht verstellbar, aus Jeansstoff genäht.
Weil ich es irgendwie dann doch recht eilig hatte vor dem Urlaub,
habe ich keine Verstärkung hinein genäht. Es gibt zwar eine eingebügelte Vlieseline, aber es ist eben ein Knuddelbeutel geworden. Da hilft auch das Innenfutter nicht allzuviel.


Jetzt ist mein Set komplett.
Tasche und Stiftetäschchen...

Jag gillar min nya väska!
(ich mag meine neue Tasche!)

Hier bin ich dabei:
Upcycling-dienstag
&
&

Und ich freu mich so allmählich wieder meine Blogrunden bei euch zu drehen, 
die erste Arbeitswoche liegt hinter mir, hier im Süden ist ja irgendwie alles etwas später...
seid herzlich gegrüßt,
eure JULE
*