Sonntag, 26. Januar 2014

Schneeflöcken, Weißröckchen...

MONTAGsGRUSS

Nein, ganz ehrlich, da hilft hier in unsern Breiten nur noch Singen.
Auch wenn der Norden bei Eiseskälte bibbert, ich hab hier noch keine Flöckchen gesehen.

Aber erzählen möchte ich euch doch etwas:

Kennt ihr das Buch von Axel Hacke "der weiße Neger Wumbaba"? Eine wunderbare Sammlung von "Verhörern", von Texten, die man falsch gehört und darum charmant-verfälscht weitersingt und sagt.
Einen solchen habe ich neulich "geschenkt" bekommen. 

"Schnee-he-flöckchen, Weißröckchen, wa-hann kommst du geschneit?" 
trällerten die Kinder im Kindi in der Puppenecke. 
Ja, wann, denke ich, wann nur endlich kommt der Schnee?  

Ich liebe diese gesungene Einladung an die weißen Kristalle, die, als es noch keine Doppelglasscheiben, keine Thermo-Fenster gab, tatsächlich Blumen und Blätter an die Scheiben zu malen wussten. Lang ist's her, denke ich. Bald werde ich zu weißer Seife greifen und Kristalle ans Fenster malen, oder sie aus Papier ausschneiden. Ich versinke in Grübeleien über früher, über erst beschlagene, dann völlig vereiste Fensterscheiben, darüber, dass unsere Kinder das heute ja vermutlich gar nicht mehr kennen und darüber, das es eigentlich wohl auch wiederum nicht sooo witzig war, wenn es so schrecklich vereist war ....
Da höre ich ein zartes Stimmchen singen:

"ko-homm setzt dich ans Fenster, du lieber Herr Stern,
malst Blumen und Blätter, wir haben dich gern!"

Du lieber WER? denke ich, Herr Stern?

Aber klar doch! Was hatte ich denn nur all die Jahre gesungen. "lieblicher Stern"!? 
Doch da war sie nun, die ganze Wahrheit über dieses weiße Wunder: 
 Ein Wesen, vermutlich klein, zart, elfenhaft, ein kleiner, feiner, eben ein "lieber Herr Stern" ist es, der uns Blumen und Blätter ans Fenster zu zaubern weiß, und das gefiel mir urplötzlich viel besser! 
Seit dem Tag geistert er durch meine Phantasie, ich stelle ihn mir vor, wie er mit einem ganz feinen Pinsel und weißer Farbe filigrane Werke erschafft, meisterlich, wie von Zauberhand, die Palette in der eine den Pinsel in der andren Hand ...  er ist, scheint mir, gekleidet in Weiß und zartestes Blau, eine luftige Gestalt... und wie es um ihn herum leise funkelt, während Sternenstaub aus seinen Kleidern rieselt...
Ich seufze tief. Das klingt doch viel besser, viel einleuchtender!
Und kann es nun kaum mehr anders singen.

Ach, lieber Herr Stern, wann kommst du zu uns?


Habt ihr ihn schon gesehen?

Und wer dann doch Schneekristalle selber machen will, schaue hier mal nach...

habt eine schöne Woche,



Montag, 20. Januar 2014

Für den Sohn

so ganz ohne etwas Selbstgemachtes aus Mutters Nähstube kam der Teenager Sohn dann an Weihnachten doch nicht davon. Jetzt frage ich mich immer noch, wann er sich mal endlich traut, das Ding auch mit in die Schule zu nehmen, oder ist es doch zu "uncool"? Was meint ihr? Oder braucht der  Sohn noch etwas Zeit...?

Ich hatte ihn nach einem Lieblingsspruch gefragt - und mir dann aus der Auswahl an Sprüchen einen ausgesucht, 

das Ergebnis seht ihr hier:




und das ist die andre Ansicht:



das Gekrakel in Gelb war schon auf dem Stoff, es sind irgendwelche Zeichen aus der Stoffproduktion.
Für die Nähfreudigen unter uns; ich habe mal den Versuch gemacht und ein synthetisches Fensterleder als stabilisierende Zwischenschicht einzunähen. Sie wird durch die Dekonähte mit gehalten. Danke für den Tipp, Mona!!!  

Ich werd es mutig beim Creadienstag in den großen Pott werfen,
habt eine schöne Woche und lasst es euch gut gehen -  
trotz diesem komischen Wetter.


Freitag, 3. Januar 2014

Frida lässt die Sau raus

eins zwei drei im Sauseschritt... und schon ist das neue Jahr drei Tage alt...

Heute will Frida euch was erzählen:

Also, das war nämlich so: Wie der Tag kam, mit der ganzen Knallerei, da hat die Jule gesagt: 
 "Frida, heut lass' me  die Sau raus!" - Ich hab mich gewundert, weil ich hab nix gewusst von einer Sau, wo die bei uns ist und hab überall gerochen, aber da gab es keine Sau und gar nix, nicht mal ein Ferkelchen. 
Aber da hat die Jule auch schon ein Körbchen gebracht und da sind drei kleine Schweine drin gewesen:


Uih, da hab ich aber geschaut! Und ich hab sie sofort alle ganz raus gelassen! 
"Das sind ganz neue Jahr Schweine!" hat die Jule gesagt. Ich hab mich vor allem gefreut, weil die haben kein bisschen gestunken.


Mir hat das rosa neue Jahr Schwein mit den vielen roten Punkten am besten gefallen, das sind nämlich alles kleine Wunschpunkte. So im Geheimen. Jaha. Und da hab ich mir auch gleich gewünscht, dass das neue Jahr Schwein meins sein soll und ich es gleich mit ins Bett nehmen kann!


Aber die Jule ist ne ganz Doofe, weil die hat gesagt, nö, das neue Jahr Schwein, dass hängt sie auf, an einem schönen Band und dann sieht das schön dekeriert aus bei uns und da hab ich geweint, weil ich wollte das nicht so haben.


Aber dann bin ich auch noch ganz wütend geworden und hab gesagt: "Du, Jule, du sollst das arme neue Jahr Schwein nicht aufhängen, das ist gemein, dich hängen sie ja auch nicht auf, nicht mal als Dekeration, auch wenn es der Knallertag ist!


Erst hat sie ganz böse geschaut, die Jule, aber dann hat sie gelacht und gesagt: "Da hast du aber recht, Frida!" - Und ich hab auch wieder gelacht und ganz lieb geschaut und so geblinzelt mit den Augen, das doch jetzt alles wieder gut ist und ich das Punkte-neue-Jahr-schwein bekomme, gell...
und dann hab ich's bekommen!
Und hab's gleich ganz fest gehalten, damit sich die Jule das ja nicht anders überlegt!


"Na, Frida, da haste aber echt Schwein, mit so vielen Wunschpunkten!" hat die Jule gesagt.
- Ja, hab ich gesagt, die sind alle für das neue Jahr und wenn die aufgebraucht sind gibt's ein neues!
"Ein neues Schwein?" hat die Jule gefragt.
- Nö, ein neues Jahr!
(weil das Schwein, das geb' ich nicht wieder her, auch wenn die Wunschpunkte aufgebraucht sind!)

Wir wünschen euch allen ein fröhliches Jahr, mit ganz vielen Wunschpunkten,
eure Frida (mit Schwein)
&